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Diuretika gegen Bluthochdruck am besten

Größter Schutz vor Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall

Bei der Behandlung von Bluthochdruck sollten Diuretika für viele Patienten Mittel der ersten Wahl sein. Die Medikamente, die den Körper entwässern, können Folgekomplikationen eher vermeiden als andere Wirkstoffgruppen, wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) feststellt.

Bei Hypertonie-Patienten kann die Senkung des Blutdrucks Komplikationen wie Schlaganfälle, Nieren- oder Herzschäden verhindern und das Leben verlängern.

Allerdings sind dafür in Deutschland derzeit fünf Wirkstoffgruppen
zugelassen: Diuretika, Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Kalziumantagonisten und Angiotensin-II-Antagonisten. Ist keine organische Ursache für Bluthochdruck erkennbar, reicht bei der Hälfte der Patienten eine Therapie mit nur einem Wirkstoff aus, um den Blutdruck zu kontrollieren. Bei den übrigen Personen muss ein zweites oder gar drittes Medikament hinzu genommen werden.

Die Kölner IQWiG-Forscher prüften anhand von 16 Studien, welche Medikamente die Folgeschäden von Bluthochdruck am ehesten vermeiden. Gerade Thiazid-Diuretika vermieden Komplikationen ebenso gut wie die anderen Wirkstoffgruppen, vor Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und Schlaganfall schützten sie nach Angaben des Instituts teilweise sogar besser. «In der Gesamtschau können Thiazid-Diuretika deshalb als Therapie der ersten Wahl gelten», sagt IQWiG-Leiter Peter Sawicki: «Soweit es bei einem Patienten nicht besondere Gründe gibt, die gegen diese Medikamente sprechen, lohnt sich der Versuch, eine Behandlung mit einem dieser Diuretika zu beginnen.»

Quelle: The Associated Press

03.10.09

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