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Stillen

Schon während der Schwangerschaft bereitet sich der Körper darauf vor, das Kind durch die Gabe von Muttermilch beim Stillen ernähren zu können. Die Brustdrüsen füllen sich für das Stillen nach und nach mit Milch. Nach der Geburt des Babys ist die Frau in der Lage, das Kind mit ihrer Muttermilch aus der Brust durch das Stillen zu versorgen. Stillen ist folglich eine biologisch sinnvolle Funktion des weiblichen Körpers, um das neue Leben aufrechtzuerhalten.

Die Muttermilch enthält viele wichtige Nährstoffe, die für die Entwicklung des Neugeborenen wichtig sind. Die Milch hat beim Stillen immer die passende Temperatur und ihre Produktion passt sich dem Nahrungsbedarf des Babys an. Neben der lebenserhaltenden Funktion verhilft das Stillen Mutter und Kind von Geburt an zu einer starken emotionalen Bindung. Zudem wird durch das Stillen auch die Basis für eine stabile psychosoziale Entwicklung geschaffen.

Vorteile des Stillens für das Baby

Stillen kann für das Baby viele Vorteile haben. Es wurde nachgewiesen, dass Stillen das Immunsystem des Babys kräftigen kann. Den Grund dafür sieht man in der Aufnahme von Antikörpern, die in der Muttermilch enthalten sind. Diese Antikörper können sowohl gegen gegenwärtige Krankheiten sein oder gegen solche, die die Stillende bereits in ihren früheren Lebensphasen überstanden hatte, wie Masern, Windpocken und Ähnliches. Einige Studien legen nahe, dass Stillen eine mögliche Bildung von Allergien vermindern könne, sofern das Baby in den ersten vier Monaten seines Lebens ausschließlich mit der Muttermilch, also ohne Beikost, ernährt werde. Die Eiweiße der Muttermilch sind außerdem besser verträglich als die Milcheiweiße von Säugetieren, wie z. B. der Kuh.

Das Stillen ist nicht nur für die Stärkung des Immunsystems wichtig, sondern auch für viele körperliche Entwicklungen. So kann z. B. durch das Saugen während des Stillens eine bessere Entwicklung des Gaumens und des Kiefers erreicht werden. Zudem enthält Muttermilch viele wichtige Nährstoffe, wie z. B. die Sialinsäure und verschiedene Aminosäuren, welche die Entwicklungen des Gehirns und des Nervensystems begünstigen können. Verschiedene Fettsäuren aus der Muttermilch verhelfen dem Baby zu einer besseren Darmflora und zum Schutz vor Infekten. Es wurde nachgewiesen, dass gestillte Kinder weniger an Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma, Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, der Luftwege, der Harnwege und des Mittelohrs erkranken.

Vorteile des Stillens für die Mutter

Auch für die Mutter kann Stillen vorteilhaft sein. Stillen kann bei der Rückbildung der Gebärmutter nach der Schwangerschaft behilflich sein. Ein mögliches Risiko der Erkrankung an Osteoporose oder Brustkrebs kann durch das Stillen verringert werden. Je nach Körperbeschaffenheit der Stillenden kann es die Gewichtsreduktion nach der Schwangerschaft erleichtern.

Stillen im Prozess

Stillende Mütter brauchen meistens viel Ruhe und Entspannung, denn Stress kann sich negativ auf die Milchproduktion auswirken. Auch das Baby sollte in einer ruhigen Atmosphäre gestillt werden, da eine störende Geräuschkulisse die Nahrungsaufnahme negativ beeinflussen könnte. In der Regel weint der Säugling vor dem Stillen, wenn er hungrig ist. Für Mutter und Kind wäre es vorteilhafter, mit dem Stillen nicht bis zum Schreien zu warten. In diesem Zustand ist das weinende Neugeborene zumeist viel zu aufgewühlt und erschwert somit das Stillen. Noch vor dem Schreien kann man bei dem Baby erste Anzeichen für seinen Hunger erkennen. Man wird vor dem Stillen suchende Bewegungen wahrnehmen können, eventuell leicht schmatzende Geräusche vernehmen und beobachten können, wie das Kind seine Händchen zum Mund führt.

Es wäre ratsam sich für den ersten Stillvorgang mit viel Geduld und Zeit zu wappnen. Eine bequeme Sitzposition beim Stillen ist unumgänglich. Zur Stütze können herkömmliche Kissen oder das speziell dafür geeignete Stillkissen benutzt werden. Häufig ist das Baby beim Stillen in der Lage, eigenständig und instinktiv zur Brustwarze zu finden und die Milch daraus zu saugen. Dafür reicht es beim Stillen schon, wenn man das Baby gut bäuchlings gestützt, mit den Füßen nach unten und dem Gesicht auf Brusthöhe auf den Bauch der Mutter legt und abwartet, bis das Kind anfängt zu trinken. Die Stillende kann das Kind auch zur Brustwarze führen und dann abwarten, bis der Säugling zu trinken anfängt.

Frauen mit großen Brüsten können sich beim Stillen seitlich hinlegen, dabei den Kopf mit der Hand abstützten, das Baby ebenfalls auf die Seite neben sich legen. In dieser Position hat das Kind freie Sicht auf die Mutter. Sollte sich das Baby beim Stillen an der Milch verschlucken, kann das an einer großen Menge der Milch liegen. In solch einem Fall kann sich die Stillende auf den Rücken legen, den Kopf dabei stützen, das Baby auf den eigenen Bauch legen. Auch das Köpfchen des Säuglings sollte beim Stillen in dieser Still-Position gestützt werden, damit die kleine Nase nicht in der Brust versinkt.

Maria Ballau

19.04.12

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