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Patienteninformationen

Alles über Entstehung

1. Rauchen und COPD

COPD ist eine Volkskrankheit. Sie tritt meistens im Alter von 50-60 Jahren zu Tage, entwickelt sich aber über viele Jahrzehnte hinweg, vor allem durch das Rauchen. Wer also raucht und am Morgen Husten und schmerzhaften Auswurf, Mühe beim Treppensteigen oder Temponachlass beim Laufen hat, sollte auf jeden Fall mal bei einem Lungenarzt seine Lungenfunktion testen lassen. Hinter den Symptomen könnte eine COPD stecken. Die Abkürzung kommt aus dem Englischen und bedeutet:

2. Alarmstufe rot: COPD weiter im Kommen

Die „chronisch obstruktive Bronchitis“ (COPD) ist weit verbreitet. Schätzungen zufolge leiden allein in Deutschland 35 Millionen Menschen daran. COPD ist eine Atemwegserkrankung, bei der im Unterschied zu der „einfachen“ chronischen Bronchitis neben Husten und Auswurf zusätzlich eine anhaltende Verengung des Bronchialsystems besteht, die zur Atemnot führt. Dennoch wird die Krankheit von vielen auf die leichte Schulter genommen und die Symptome verkannt oder verharmlost. Viele Patienten passen ihre Lebensweise bei dem langsamen und schleichenden Verlauf der Krankheit an. Lungenfachärzte warnen, die Krankheit nicht ernst zu nehmen.

3. Entstehung von COPD

COPD bezeichnet eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung; die Abkürzung steht für die englische Bezeichnung chronic obstructive lung disease. Bei COPD vollzieht sich ein meist schleichender entzündlicher Prozess in der Lunge, der in zunehmendem Maße zu einer Schädigung der Bronchien sowie einer Verengung der Atemwege führt und letztlich die Zerstörung der Lungenbläschen und eine Einschränkung der Lungenfunktion bewirkt.

4. Ursachen und Entstehung von COPD

Eine der Hauptursachen einer Entstehung einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung ist, im Gegensatz zum Asthma, das Rauchen. Studien haben gezeigt, dass ca. 80-90 % der Erkrankten Raucher, Ex-Raucher oder dem starken Rauchen anderer (Passivrauchen) ausgesetzt waren.

5. Neue Erkenntnisse: Bei COPD versagen drei Schutzmechanismen

Forscher haben entdeckt, dass bei den chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) gleich mehrere Vorgänge des Immunsystems versagen. Greift das eigene Immunsystem die Lunge irrtümlich an, so treten drei Schutzmechanismen des Körpers in Kraft. Bei COPD - durch Rauchen oder schädliche Staubbelastung ausgelöst - versagen genau diese Mechanismen.

6. Auch Rauch aus Holzfeuern kann eine chronische Raucherbronchitis verursachen

Der Qualm von Holzfeuer erhöht gerade bei Rauchern das Risiko für eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Davor warnen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne unter Berufung auf die Ergebnisse einer aktuellen US-Studie.

7. Fehlgeleitete Immunzellen bei COPD-Patienten

Hohe Staubbelastung oder Zigarettenrauch schadet der Lunge: In den empfindlichen Atemwegen werden Abwehrzellen des Immunsystems aktiviert, die fälschlicherweise das gesunde Lungengewebe angreifen. Diese sog. Autoimmunreaktion führt zu schweren chronischen Entzündungen. Forschern aus Braunschweig gelang es, die Rolle der Immunzellen genauer zu beschreiben, die an der Entstehung chronisch obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD) beteiligt sind, wie sie im Fachblatt Journal of Immunology schreiben.

8. Autoabgase beeinträchtigen Lungenfunktion bei Kindern

Die Lungen von Kindern, die zu nah an einer stark befahrenen Straße leben, können in ihrer Entwicklung geschädigt werden. Wissenschaftler der University of Southern California haben in Tests gezeigt, dass es im Umkreis von 500 Metern zu Schnellstraßen oder Autobahnen zu einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion kommen kann. In der Fachzeitschrift The Lancet warnen die Autoren vor der Gefährdung der vielen Kinder, die in der Nähe von verkehrsreichen Straßen wohnen oder eine Schule besuchen.

9. Asthma und Raucherlunge: Trockene Atemwege spielen eine Schlüsselrolle

Trockene Atemwege spielen nicht nur eine zentrale Rolle bei der Entstehung der angeborenen Lungenerkrankung Mukoviszidose, sondern wahrscheinlich auch bei den viel häufigeren erworbenen, sogenannten chronisch- obstruktiven Lungenerkrankungen wie dem Asthma bronchiale und der Raucherlunge.

10. Lungenkrankheit COPD frühzeitig stoppen

Je eher ein Arzt aufgesucht wird, desto besser kann die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) behandelt werden. Sie äußert sich durch ständigen Husten mit oder ohne Auswurf und Kurzatmigkeit schon bei geringer körperlicher Anstrengung. Die Krankheit ist eine Folge von genetischen Defekten oder einer Langzeitbelastung mit Luftschadstoffen, also auch dem Rauchen.

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