Bei allergischen Erkrankungen stehen Überempfindlichkeitsreaktionen im Vordergrund, die durch eine Immunantwort gegen ansonsten harmlose Antigene ausgelöst werden. In den westlichen Industrieländern hat die Häufigkeit von allergischen Erkrankungen innerhalb der letzten 20 Jahre deutlich zugenommen. In Abhängigkeit des Auslösers sind die klinischen Symptome bei allergischen Erkrankungen vielfältig und äußern sich beispielsweise als Tränen der Augen, Niesattacken, Heiserkeit, Reizhusten, Atemnot, Kopfschmerzen und Migräne. Daneben können auch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, kolikartige Bauchschmerzen, Durchfälle oder Hautveränderungen wie Hautausschläge auftreten. Als Ursache für die Zunahme allergischer Erkrankungen werden eine Vielzahl äußerer Einflussfaktoren diskutiert, so beispielsweise der Umgang mit zahlreichen Haushaltschemikalien, Farben, Lacken, Kosmetika, Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten, das gesteigerte Hygienebewusstsein, das veränderte Impfverhalten, sowie die zunehmende Luftverschmutzung. Diese äußeren Einflussfaktoren überfordern und schädigen die Schutzfunktionen der Haut, der Schleimhäute in den Atemwegen und des Magen-Darmtraktes. Dadurch können Allergene (Eiweiße oder Eiweißverbindungen) in den Organismus eindringen und allergische Reaktionen hervorrufen. Dabei werden vier große Gruppen an Allergenen unterschieden: Inhalationsallergene wie Pollen, die über die Atmung aufgenommen werden, Kontaktallergene (beispielsweise Kosmetika), die auf der Haut allergische Kontaktekzeme hervorrufen können, Nahrungsmittelallergene – zum Beispiel durch Gewürze–, die durch den Mund in den Körper aufgenommen werden und Injektionsallergene wie Insektengifte, die durch Injektion in den Körper gelangen.
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