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Patienteninformationen

Alles über Entzündung

1. Plasmaaustausch bei Multipler Sklerose

Die Plasmapherese oder der Plasmaaustausch wird umgangssprachlich auch „Blutwäsche“ genannt. Bei diesem Verfahren werden Stoffe aus dem Blut entfernt, die bei der Multiplen Sklerose zur Entzündung im Gehirn beitragen.

2. Wenn die MS das Sehen beeinträchtigt

Sehstörungen zählen zu den häufigsten Erstsymptomen der MS und den zehn häufigsten Beschwerden dem deutschen MS-Register zufolge. Hauptursachen sind eine Entzündung des Sehnervs (Optikusneuritis oder optische Neuritis genannt) oder andere Hirnnerven betreffende Entzündungen, die zu Störungen der Augenbewegung (okulomotorische Störungen) führen.

3. Schädigung myelinproduzierender Zellen könnte Entzündungen im Nervensystem hervorrufen

Durch den Tod von myelinproduzierenden Zellen kann es zum Absterben von Nervenzellen kommen. Bisher ging man davon aus, dass die Reaktion des Immunsystems bei MS durch äußerliche Einflüsse bedingt ist.

4. Lizenz zur Selbstzerstörung: Autoimmune Zellen erlangen in der Lunge die Fähigkeit, das Gehirn anzugreifen

Autoimmunerkrankungen werden durch Immunzellen ausgelöst, die sich gegen das eigene Gewebe richten. So gelingt es den Immunzellen bei der Multiplen Sklerose (MS), in das Nervengewebe einzudringen und dort zerstörerische Entzündungen zu verursachen.

5. Entzündungswerte könnten Schwere der MS vorhersagen

Bei einer progredienten Verlaufsform der MS lässt sich im Blut eine erhöhte Zahl bestimmter Zytokine feststellen. Umso niedriger bei diesem Verlauf die Menge an Interleukin 10 im Blut war, desto größer war die Wahrscheinlichkeit für einen höheren Behinderungsgrad.

6. Astrozyten beeinträchtigen das Gedächtnis

Astrozyten gehören zu den Gliazellen und haben Einfluss auf die Aktivität der Neuronen im Gehirn. Bei einer Gehirnentzündung sorgen die Astrozyten für kognitive Beeinträchtigungen bei Menschen mit MS.

7. Möglicher Ansatzpunkt für Therapie

Ein Forscherteam um den LMU-Mediziner Prof. Martin Kerschensteiner und Prof. Thomas Misgeld, München, konnte nun aufklären, wie es zur Zerstörung der Axone (Fortsätze der Nervenzellen) bei MS kommt. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die Entzündung im Nervensystem eine bislang unbekannte Form des Absterbens bzw. des Funktionsausfalls von Axonen in Nervenfasern (Axondegeneration) – die „focal axonal degeneration“ oder FAD – auslösen kann.

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