Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen
IVW
- Anzeige - www.docmorris.com

Kliniken in Ihrer Nähe

Gendefekt erhöht Epilepsie-Risiko

Kleine Fehlstellen, die das Gen CHRNA7 einschließen, erhöhen das Risiko, an einer häufigen Form von Epilepsie zu erkranken. ...

 

Schlüsselmolekül als Ursache von chronischer Epilepsie

Bonn (AP) Ein einzelnes Schlüsselmolekül trägt entscheidend zu chronischer Epilepsie bei. Eine Studie der Universität Bonn zeigt, dass ein bestimmter Stoff im Gehirn das Absterben von Nervenzellen auslöst, was letztlich ...

 

Evolution bringt Doppelgänger-Enzym hervor

Die Kommunikation zwischen Nervenzellen kann chemisch durch Botenstoffe oder durch elektrische Impulse passieren. Forscher der Ruhr-Universität um Prof. Dr. Rolf Dermietzel haben jetzt gemeinsam mit Kollegen aus Bonn und New ...

 

Entstehung von Epilepsie auf der Spur

Eine fehlerhafte Immunreaktion könnte für die Entstehung von Epilepsie verantwortlich sein. Amerikanische und italienische Wissenschaftler haben in Studien mit Mäusen die charakteristischen Anfälle mit Veränderungen des Gehirns in Zusammenhang gebracht, ...

 

Komorbidität – Zusammentreffen verschiedener Krankheitsbilder

Von Komorbidität spricht man, wenn unterschiedlich diagnostizierbare und eigenständige Krankheitsbilder nebeneinander bei einem Patienten auftreten und einen insgesamt ungünstigen Krankheitsverlauf bedingen. Patienten mit solchen vielschichtigen Krankheitssymptomen wurden früher häufiger als ...

 

Sie sind hier: Startseite - Neurologie - Epilepsie - Was verursacht die Epilepsien?

Was verursacht die Epilepsien?

12.12.06.

Zwei Faktoren tragen entscheidend zum Auftreten einer Epilepsie bei, wobei diese Faktoren einzeln wirksam sein können oder auch zusammenwirken:

  • eine ererbte Bereitschaft zu epileptischen Anfällen
  • eine angeborene oder erworbene Hirnschädigung.

Darüber hinaus spielen Umwelteinflüsse und die Lebensumstände eine wichtige Rolle.

Epilepsie ist keine Erbkrankheit im engeren Sinn, denn es werden nicht die epileptischen Anfälle an die Nachkommen vererbt, sondern nur die Neigung zu solchen Anfällen. Nur bei rund 5-10% der Kinder und Jugendlichen mit Epilepsien ist die Epilepsie ererbt worden. Finden sich in der Familie eines Menschen, der nichts außer einer Epilepsie hat, weitere Personen mit einer Epilepsie, so bezeichnet man eine solche Epilepsie als eine idiopathische Epilepsie.

Die angeborene oder erworbene Hirnschädigung überwiegt als Ursache bei weitem, wobei es viele sehr unterschiedliche Möglichkeiten der Hirnschädigung gibt, wir sprechen in diesen Fällen von symptomatischen Epilepsien. Weitaus am häufigsten handelt es sich um schädigende Einflüsse, welche das Gehirn während seiner Entwicklung getroffen haben, also bereits vor der Geburt, während der Geburt und in den ersten Lebensjahren. Bei Kindern spielen vor allem vorübergehender starker Sauerstoffmangel (z.B. bei der Geburt), Infektionen, Hirnfehlbildungen und Stoffwechselstörungen eine Rolle. Hirnverletzungen durch Unfälle, Infektionen, Hirntumoren und Durchblutungsstörungen können in jedem Lebensalter zu epileptischen Anfällen führen. Es ist wichtig zu wissen, dass in der ganz überwiegenden Zahl der symptomatischen Epilepsien kein fortschreitendes Hirnleiden besteht, sondern dass die Narbe einer längst abgelaufenen Hirnschädigung für das Auftreten der Anfälle verantwortlich ist.

Nach wie vor ist es auch heute noch so, dass es trotz aller zur Verfügung stehenden Untersuchungsmethoden nur bei etwa 50% aller Kinder und Jugendlichen mit Epilepsien gelingt, eine Ursache herauszufinden. Bei der anderen Hälfte ist die Ursache verborgen (kryptogen).

Prof. Dr. med. Hartmut Siemes
www.epilepsie-informationen.de

Curado Newsletter

aktuell . fundiert . patientengerecht

Newsletter "Epilepsie" abonnieren ...

Sachverwandte Themen

- Anzeige - www.docmorris.com