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Lungen-Reha: Tipps zur Antragsstellung

Eine kranke Lunge kann den Alltag erheblich belasten. Atemnot, schmerzhafter Husten mit Auswurf, nachlassende Mobilität und sozialer Rückzug sind nur einige der Begleiterscheinungen. Wenn die Krankheitszeichen trotz ambulanter medizinischer Behandlung fortbestehen, die Lebensqualität maßgeblich leidet oder die Berufsausübung nicht mehr möglich ist, ist eine stationäre Reha dringend geboten, wenn auch nicht immer leicht durchsetzbar. Die Deutsche Atemwegsliga e. V. gibt Tipps zum Reha-Antrag.

Eine „Lungen-Reha“ kommt grundsätzlich bei folgenden Krankheiten infrage: bei chronischer Bronchitis oder Lungenemphysem (COPD), Asthma bronchiale, Bronchiektasen, bei cystischer Fibrose (Muskoviszidose), bei Lungengerüsterkrankungen wie Lungenfibrose, bei Sarkoidose oder der sog. „Farmerlunge“, bei pulmonaler Hypertonie (Lungenhochdruck) sowie zur Nachbehandlung von Lungentumoren oder einer Lungenentzündung.

Finanziert wird die pneumologische Rehabilitation gewöhnlich von den gesetzlichen Krankenversicherungen, der gesetzlichen Unfallversicherung oder der Rentenversicherung. Letztere übernimmt die Kosten, wenn die Lungenkrankheit jede weitere Berufstätigkeit gefährdet. Die gesetzlichen Krankenkassen sind Ansprechpartner für nicht Berufstätige, wie Familienversicherte oder Rentner, und die Berufsgenossenschaften, die sog. gesetzlichen Unfallversicherungen, springen ein, wenn die Lungenkrankheit Folge eines Arbeitsunfalls oder auf einer Berufskrankheit wie der sog. Farmerlunge oder dem „Bäckerasthma“ basiert.

Patientenanträge benötigen ärztliches Gutachten

Für ambulante Patienten kann der Lungenfacharzt, manchmal auch der Hausarzt, die Maßnahme direkt verordnen. Ist die Rentenversicherung Träger der Leistung, muss die Reha vom Patienten selbst beantragt werden. Das Antragsformular gibt es bei den Geschäftsstellen oder im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de. Ergänzt wird der Antrag von einem ärztlichen Gutachten, dem sog. Befundbericht, das der Haus- oder Betriebsarzt ausstellt. Reha-Maßnahmen werden für gewöhnlich alle vier Jahre genehmigt.

Quelle: Allergikus 4/12

02.01.13

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