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Nahrungsergänzungsmittel bei Diabetes

Sehr geehrter Herr Müller, ich bin seit einigen Jahren an Diabetes Typ 2 erkrankt. Da ich Angst vor Folgeerkrankungen habe, möchte ich gerne so gut es geht vorsorgen und dafür sorgen, dass mein Körper mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffen versorgt ist. Ich achte bereits auf meine Ernährung, esse also zum Frühstück oder als Zwischenmahlzeit öfter Obst und mittags oder abends Gemüse. Meine Frage ist, ob es sinnvoll wäre, zusätzlich bestimmte Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen und wenn ja, welche sich für Diabetiker besonders eignen. Über eine Antwort würde ich mich freuen. Susanne D.

S.-D. Müller: Liebe Susanne, ich danke Ihnen herzlich für Ihre interessante Frage, die ich Ihnen natürlich gerne beantworten möchte. In Deutschland leiden Millionen Menschen an Diabetes mellitus Typ 2. Diese chronische Stoffwechselkrankheit darf nicht verharmlost werden, da sie oftmals zu Folgekomplikationen an Blutgefäßen, Herz, Nieren, Augen und Nerven führt. Dafür sind in erster Linie erhöhte Blutzuckerwerte und erhöhte Blutdruckwerte sowie Nikotin, Bewegungsmangel und erhöhte Blutfettwerte verantwortlich.

Natürlich müssen auch Diabetiker ihren Bedarf an Mikronährstoffen decken. Dazu gehören definitionsgemäß Vitamine und Mineralstoffe. Mit einer gesunden Kost werden i. d. R. alle notwendigen Mikronährstoffe zugeführt. Die medizinischen Fachgesellschaften gehen nicht grundsätzlich davon aus, dass Diabetiker Nahrungsergänzungspräparate einnehmen müssen und befürworten die Einnahme i. d. R. nicht. Einige Studien geben Anlass zur Empfehlung, dass Diabetiker beim Vorliegen eines Zinkmangels Zink zuführen sollten. Da organische Zinkverbindungen (Zink-Histidin) besser aufgenommen werden und den Organismus besser versorgen als anorganische, sollten diese bevorzugt werden.

Sinnvoll kann auch die Einnahme von Magnesium und Chrom sein. In der Naturheilkunde wird immer wieder Zimt empfohlen. Bitte besprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Diabetologen. Ich empfehle immer wieder die Einnahme von Monopräparaten, wenn tatsächlich ein klinisch manifester Mangel vorliegt. Sonst ist natürlich eine ausgewogene Ernährungsweise mit reichlich Frischobst, Gemüse, Salaten, Hülsenfrüchten, Seefisch, Nüssen und hochwertigen Ölen sowie Margarine wichtig, um den Körper optimal zu versorgen.

Beste Grüße von Sven-David Müller, Diätassistent/Diabetesberater DDG

Quelle: Befund Diabetes 1/2015

27.05.15

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