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Bluzuckerschwankungen durch Ernährungsumstellung vermeiden

Leseranfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren, ich heiße Rudolph W., 32 Jahre, und bin seit meiner Jugend Typ-1-Diabetiker. Ich versuche mich so zu ernähren, wie es mir damals nach der Diagnose empfohlen wurde. Im Moment arbeite ich körperlich schwer und bin normalgewichtig. Ich habe aber während der Arbeit mit Blutzuckerschwankungen zu kämpfen. Nun wollte ich fragen, was ich in Bezug auf meine Ernährung tun könnte, um das in den Griff zu kriegen. Welche Empfehlung können Sie mir geben?

Expertenstatement des Verbands der Diaetologen Österreichs:

Sehr geehrter Herr Rudolph W.!

Ihre Anfrage bezüglich Ihrer Blutzuckerschwankungen während der schweren körperlichen Arbeit ist eine sehr spannende und die möchte ich in mehreren Schritten beantworten:

Um einerseits ein ganz klares Bild davon zu bekommen, wie der Blutzucker schwankt, helfen Aufzeichnungen über häufige Blutzuckermessungen für einige Tage. Weiters empfehle ich, diese Blutzuckeraufzeichnungen und Ihr Anliegen, die Blutzuckerschwankungen in den Griff zu bekommen, mit Ihrem behandelnden Arzt zu besprechen. Denn genau dies kann sehr oft mit einer Umstellung der Insulintherapie am besten behandelt werden. So wie bei sportlicher Aktivität gelangt auch bei schwerer körperlicher Tätigkeit die Glukose insulinunabhängig in die Zelle und Sie benötigen wesentlich weniger Insulin, um den Blutzucker konstant zu halten. Gerade an Arbeitstagen kann eine Reduktion der Insulinmenge helfen, stabilere Blutzuckerwerte zu erlangen.

Die zweite Möglichkeit ist natürlich, die Menge der Broteinheiten/Kohlenhydrateinheiten dementsprechend zu steigern. Hier empfehlen sich Zwischenmahlzeiten: ein bis drei Zusatz-BEs zu konsumieren, zu den Zeitpunkten, wenn der Blutzucker regelmäßig niedrig ist. Am günstigsten ist in diesem Fall auch etwas, was einen niedrigen glykämischen Index aufweist, z. B. Roggenbrote mit Schinken und Käse, Joghurt und Obst dazu. Wichtig ist gerade in der Phase, wo häufig Blutzuckerschwankungen auftreten, dass der Taubenzucker als Not-BE immer mit dabei ist. Sicher ist sicher!

Quelle: BDÖ 2/2011

08.01.12

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