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Nesselsucht bei Kindern

Hinter Nesselsucht versteckt sich eine Hauterkrankung mit vorübergehenden Quaddeln am ganzen Körper, Schwellungen und geröteter Haut. Etwa 20–30 % der Bevölkerung leidet mindestens einmal im Leben an Nesselsucht, Kinder viel häufiger als Erwachsene. Die Hautveränderungen erscheinen plötzlich und können nach einigen Stunden oder Tagen auch ohne Behandlung wieder von allein verschwinden.

Virusinfektionen als Ursache

Da der Kontakt mit Brennnesseln genau die gleichen Hautveränderungen hervorruft, wird die Krankheit auch Nesselsucht oder Nesselfieber genannt. Innerhalb kurzer Zeit treten weißliche bis hellrote Erhebungen auf der Haut auf. Damit verbunden ist ein starker Juckreiz mit Brennen oder Schmerzen (ähnlich wie nach Brennnesselkontakt). „Kinder sind sehr häufig davon betroffen. Hauptursache sind Virusinfektionen“, erklärt der Kinderarzt Dr. Wolfgang Landendörfer aus Nürnberg. Die Quaddeln können vereinzelt am Körper auftreten oder den ganzen Körper betreffen. Die Nesselsucht kann akut und einmalig oder chronisch sein. Bei Kindern kommt meistens die akute, einmalige Nesselsucht vor, die in der überwiegenden Zahl der Fälle auch wieder von allein verschwindet. Die Auslöser für diese Überreaktion sind vielfältig: Dazu gehört eine Unverträglichkeit gegen Medikamente oder Nahrungsmittel. Bei Kindern handelt es sich oft um eine Virusinfektion. So ist es auch nicht selten, dass ein Kind kurze Zeit vorher einen Schnupfen, Fieber oder Durchfall hatte. „Diese normalen Infekte stimulieren das Immunsystem und dieses reagiert dann überempfindlich“, so Dr. Landendörfer. Die Nesselsucht ist durch den Juckreiz zwar unangenehm, aber harmlos. Im Frühstadium zeigen sich Hautrötungen und erst bei stärkerem Befall treten Quaddeln auf. Jeder Körperteil kann betroffen sein, in seltenen Fällen kommt es auch dazu, dass innere Organe anschwellen.

Behandlung und Prognose

„Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Symptome und umfasst u. a. die Anwendung von Antiallergika“, so Dr. Landendörfer. Die Behandlung richtet sich darauf, den Juckreiz und die Schwellungen zu lindern. Gegen den starken Juckreiz helfen kühlende Umschläge oder Kältepackungen. Wirksam sind auch antihistaminikahaltige Salben, Gele oder Tabletten sowie Lotionen mit schmerzbetäubenden Wirkstoffen. „Nesselsucht lässt sich medikamentös vor allem mit Antiallergika, sog. Antihistaminika behandeln. Sie vermindern den Juckreiz und reduzieren die Schwellung“, sagt Dr. Landendörfer. Bei einem hartnäckigen Befall ist der Einsatz von Kortisonpräparaten sinnvoll. „Wenn sich die Quaddeln auf Augen, Lippen oder die oberen Luftwege ausdehnen, oder wenn das Kind andere Medikamente einnimmt, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden“, rät Dr. Landendörfer. Bei Kindern dauert die Nesselsucht in den meisten Fällen nur wenige Tage an und kann sich oft auch ohne Therapie wieder zurückbilden. Falls allergieauslösende Substanzen bekannt sind, sollten diese vermieden werden.

Quelle: Patient und Haut 1/2013

14.06.13

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