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Gangstörungen

Eine sogenannte hypokinetische Gangstörung mit sehr kleinen, verlangsamten und schlurfenden Trippelschritten ist unter anderem für Parkinson-Patienten typisch. Beim „Trendelenburg-Hinken“ oder Hüfthinken ergibt sich ein watschelndes Gangbild, bei dem das Becken in eine Richtung abkippt. Typischerweise tritt diese Gangstörung bei Hüftgelenkserkrankungen auf oder wenn ein bestimmter Gesäßmuskel (meist der „Musculus gluteus medius“) gelähmt oder geschwächt ist. Lähmungen können sehr unterschiedliche Gangbilder verursachen – je nach betroffener Muskelregion. So verursacht eine Lähmung des Fußhebers beziehungsweise Fußstreckers den sogenannten Stepper- oder Storchengang. Dabei hängt beim Laufen der Fuß herab. Damit die Betroffenen nicht stolpern, ziehen sie das Bein beim Gehen höher an (Storchengang). Lähmungen sind auch für das spezielle Gangbild bei spastischen Gangstörungen verantwortlich. Die Betroffene gehen dabei eher mit einem steifem Scherengang und nach vorn verdrehtem Fuß-Außenrand. Diese Gangstörung kann unter anderem Folge von Kinderlähmung, frühkindlichen Hirnschäden, Rückenmarksverletzungen oder auch fortgeschrittener Multipler Sklerose sein. Für sogenannte „ängstliche“ Gangstörungen, bei der Betroffene nach Halt zu suchen scheinen und insgesamt sehr unsicher wirken, können Sehstörungen zugrunde liegen oder Gleichgewichtsstörungen beziehungsweise Schwindelgefühle. Bei der „Schaufensterkrankheit“ müssen die Betroffenen wegen krampfartiger Schmerzen sehr häufig stehen bleiben. Typisch ist dieses Erscheinungsbild bei Gefäßerkrankungen, insbesondere arteriellen Durchblutungsstörungen.

Da Gangstörungen so unterschiedliche Ursachen haben können, ist je nach Erscheinungsbild eine andere Fachdisziplin gefordert, dazu gehören unter anderem die Neurologie, Orthopädie oder auch Innere Medizin. Zunächst wird das Gangbild genau analysiert – der Betroffene geht zum einen mit geschlossenen, zum anderen mit offenen Augen. Der Facharzt achtet dabei auf die Körperhaltung, Geschwindigkeit, eventuelle Ungleichmäßigkeiten, Schrittbreite und Schrittlänge, Fußabhebung vom Boden, mögliche Balancestörungen und auf die Bewegungen der Arme während des Gehens. Auf diese Weise lässt sich eine erste Beurteilung abgeben und weitere Untersuchungen folgen.

25.02.11

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