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Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs sind bösartige Neubildungen, die aus Zellen des Gebärmutterhalses entstehen. Der Gebärmutterhals (Zervix uteri) ist der untere Teil der Gebärmutter (Uterus). Er verbindet den Gebärmutterkörper mit der Scheide. Begrenzt wird der Gebärmutterhals nach oben – zum Gebärmutterkörper hin – durch den inneren Muttermund. Der Teil, der in die Scheide hineinragt, wird äußerer Muttermund genannt.

Durch Krebsvorsorgeprogramm Erkrankungshäufigkeit und Mortalitätsrate gesenkt

Pro Jahr erkranken laut Angaben des Robert Koch-Instituts rund 4.600 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs. Damit steht Gebärmutterhalskrebs heute an zwölfter Stelle der Krebserkrankungen der Frau. Seit im Jahr 1971 der sog. Pap-Test in das Krebsvorsorgeprogramm der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde, ist die Sterblichkeitsrate bei Gebärmutterhalskrebs deutlich rückläufig. Mit diesem Screening-Verfahren zur Krebsfrüherkennung ist es heute möglich, Tumoren bereits in einem sehr frühen Stadium zu diagnostizieren und damit die Heilungschancen wesentlich zu verbessern.

Die meisten betroffenen Frauen sind im Alter zwischen 35 und 60 Jahren, wenn die Diagnose Gebärmutterhalskrebs gestellt wird. Ein zweiter Erkrankungsgipfel tritt bei Frauen auf, die älter als 85 Jahre sind. Damit liegt das Erkrankungsalter im Mittel bei 53 Jahren. Seit Einführung der Vorsorgeuntersuchung verringerte sich das Alter der Patientinnen bei Erstdiagnose um rund 14 Jahre.

Histologische Typen von Gebärmutterhalskrebs

Mediziner unterscheiden verschiedene Typen von Gebärmutterhalskrebs. Die Typisierung richtet sich danach, aus welchen Zellen der Tumor entstanden ist. In rund sieben von zehn Fällen geht Gebärmutterhalskrebs von den Zellen auf der Oberfläche des äußeren Muttermunds aus. Dieser Teil ist mit sog. Plattenepithelzellen bedeckt. Der medizinische Ausdruck für diese Tumoren lautet daher Plattenepithelkarzinome. Der Zervixkanal wird von Drüsengewebe ausgekleidet, das von dem sog. Zylinderepithel bedeckt ist. Aus diesen Zellen bestehen ca. zwei von zehn bösartigen Tumoren des Gebärmutterhalses. Diese werden von Medizinern als Adenokarzinome bezeichnet.

Prävention und Früherkennung

Ungefähr 70 % der Tumoren des Gebärmutterhalses lassen sich auf Infektionen mit zwei bestimmten, sog. Hochrisiko-Typen des Humanen Papillomavirus (HPV-16 und -18) zurückführen. Gegen diese und weitere HPV-Typen existieren Impfstoffe, die präventiv gegen eine Infektion eingesetzt werden können. Da das Virus bei ungeschützten sexuellen Kontakten übertragen werden kann, besteht eine weitere prophylaktische Maßnahme in der Verwendung von Kondomen oder der sexuellen Enthaltsamkeit. Die Impfung schützt jedoch nicht gegen alle krebserzeugenden Virustypen. Außerdem kann Gebärmutterhalskrebs auch ohne eine zugrundeliegende HPV-Infektion entstehen. Daher ist eine wichtige sekundäre Präventionsmaßnahme die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung mittels eines Pap-Abstrichs.

Antje Habekuß

23.05.17

Gebärmutterhalskrebs
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