Die Behandlung von Krebserkrankungen der Gebärmutter
führt bei Frauen zur Unfruchtbarkeit. Gelingt es, das Krebswachstum durch eine Hormonspirale zu stoppen, kann ein bestehender Kinderwunsch manchmal noch erfüllt werden.
Eine erste klinische Studie an 39 Frauen mit Krebs der Gebärmutter im
Frühstadium haben nun ermutigende Ergebnisse geliefert, wie Mediziner im Fachmagazin “Annals of Oncology” berichten. Die Patientinnen, die zwischen 20 und 40 Jahre alt waren, haben eine Spirale eingesetzt bekommen, die kontinuierlich Progesteron-ähnliche Hormone abgegeben hat. Diese sollten das Krebswachstum hemmen. Zudem haben die Frauen monatlich eine Injektion erhalten, um die Produktion des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen zu unterdrücken, da dieses das Tumorwachstum fördern kann. Die Spiralen bleiben
ein Jahr im Körper. Ist es gelungen, das Krebswachstum zu stoppen oder hat sich der Tumor zurückgebildet, ist die Spirale nach dieser Zeit entfernt worden und die Frauen haben die gewünschte Schwangerschaft geplant. Anschließend ist die aufgrund der Erkrankung unvermeidliche Totaloperation, also eine Entfernung der Gebärmutter, durchgeführt worden.
Alle Studienteilnehmerinnen haben ihre Krebserkrankung überlebt, neun von ihnen haben sich den Wunsch nach einem Kind trotz der Krankheit erfüllt. In weiteren, größer angelegten Studien muss der Erfolg der Methode nun überprüft werden.
Quelle: Medical Press
05.10.10