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Alles über Gedächtnis

1. Selbst sehr kurze Schlafpausen helfen, Gelerntes zu verankern

Dass Schlaf zum Vertiefen des Gelernten wichtig ist, wissen Forscher schon länger. Wissenschaftler um Dr. Olaf Lahl von der Heinrich- Heine- Universität Düsseldorf fanden nun heraus, dass sich die Gedächtnisleistung sowohl nach einem einstündigen als auch nach sechsminütigen Kurzschlafperioden auffallend verbessert.

2. Effiziente Technik macht Denken erst möglich

Nervenzellen bauen ständig neue Kontakte zu ihren Nachbarzellen auf. Während der Entwicklung entsteht so das Grundgerüst unseres Gehirns. Im Erwachsenenalter ermöglichen neue Kontakte Lernen und Gedächtnis. Doch nicht jeder Zellkontakt ist sinnvoll - der Großteil wird schnell wieder abgebaut.

3. Schwindelattacken im Alter können auf Epilepsie hinweisen

Schwindel und Gedächtnisstörungen können bei älteren Menschen auf eine bis dahin unerkannte Epilepsie hinweisen. «Kurzfristige, sekundenlange Bewusstseinstrübungen - etwa ein kurzer starrender Blick -, unerklärbare Stürze oder Übelkeit und Unwohlsein können ebenfalls Anzeichen für eine Spätepilepsie sein», berichtet Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen.

4. Lernen als lebenslange Aufgabe - Welche Bedeutung kommt den Neurowissenschaften zu?

Herr M. drückt auf den Knopf. Er weiß: in dieser Runde gibt es etwas zu gewinnen, und wenn er die Zahl richtig erkennt und jetzt schnell reagiert, bekommt er 50 Cent. Das ist nicht viel, aber egal - es ist nun mal ein Spiel und da möchte er gewinnen. Herr M. liegt während des Spiels in einem Magnetresonanztomografen, trägt Kopfhörer und schaut aufmerksam auf das kleine Monitorbild.

5. Nervenzellen beim Lernen zugeschaut

Wissenschaftler vom Rudolf-Virchow- Zentrum der Universität Würzburg haben kleinste Strukturen von Nervenzellen der Fruchtfliege, die für Lernen und Gedächtnis zuständig sind, bei der Entwicklung unter dem Mikroskop beobachtet. Sie konnten zeigen, dass der Umbau einzelner Proteine ein grundlegender Schritt bei Lernvorgängen und der Gedächtnisbildung ist.

6. Frankfurter Sportmediziner: "Es ist nie zu spät, aktiv zu werden"

Vieles, was Menschen als körperlichen Alterungsprozess empfinden, ist Ausdruck einer passiven Lebensweise: Sie werden zunehmend inaktiv und damit schwindet nach und nach die Bewegungsfähigkeit. Bis zu 30 Prozent der abnehmenden Leistungsfähigkeit zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr ist zu gleichen Teilen auf Rückbildung und Nichtgebrauch der Muskeln zurückzuführen.

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