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Geburt

Die Geburt eines Kindes ist ein Ereignis, vor dem sich viele Frauen fürchten, obwohl sie es auch intensiv herbeisehnen. Die Geburt bedeutet das Ende der anstrengenden Schwangerschaft und endlich darf die Mutter ihr Kind in den Armen halten. Grundsätzlich errechnet der Arzt bei der Feststellung der Schwangerschaft einen ungefähren Geburtstermin. Dieser liegt etwa 280 Tage nach dem wahrscheinlichen Befruchtungsdatum. Nur selten kommt ein Baby direkt am errechneten Geburtstermin zur Welt, ein paar Tage früher oder später gelten als Normalfall.

Die bevorstehende Geburt kündigt sich an. Einige Tage vor der Geburt löst sich der Schleimpfropf vom Muttermund, was eventuell einen leicht blutigen Ausfluss zur Folge haben kann. Da der Schleimpfropf sich jedoch häufig während eines Toilettengangs löst, bemerken ihn viele Frauen, gerade unerfahrene Erstgebärende, nicht immer. Bei vielen Frauen platzt die Fruchtblase – ein sehr deutliches Symptom für die bevorstehende Geburt und der Moment, in dem sich die Schwangere umgehend in die Klinik bringen lassen oder ihre Hebamme verständigen sollte. Häufig setzen schon viele Stunden vor der eigentlichen Geburt Wehen ein, die jedoch zu Beginn noch einen Abstand von etwa sechzig Minuten haben können. Der Abstand zwischen den Wehen verringert sich dann mit der Zeit immer mehr. Spätestens, wenn die Eröffnungswehen einsetzen, die im Schnitt sechzig Sekunden andauern und zu Beginn etwa alle zehn Minuten auftreten, sollte die Hebamme anwesend sein oder die gebärende Frau sich in der Klinik befinden.

Im Durchschnitt dauert eine Geburt etwa zehn Stunden, bei Frauen, die schon Kinder zur Welt gebracht haben, kann eine Geburt wesentlich schneller vonstattengehen. Für den Mediziner beginnt die Geburt dann, wenn die Wehen beginnen, den Muttermund zu öffnen. Der Wehenschmerz intensiviert sich mit den Wehen der Eröffnungsphase, die Wehen kommen in immer geringeren Abständen. Im letzten Drittel der Eröffnungsphase dreht sich das Kind mit dem Gesicht nach hinten in die Richtung des Steißbeins der Mutter. Die Eröffnungsphase ist dann abgeschlossen, wenn die Wehen den Muttermund auf etwa zehn Zentimeter geöffnet haben. In der letzten Phase der Eröffnungswehen verspürt die Mutter einen starken Drang zu pressen – sie darf diesem Drang aber erst nachgeben, wenn der Muttermund weit genug geöffnet ist, sonst besteht die Gefahr, dass das Kind stecken bleibt. Arzt oder Hebamme geben der Frau zu verstehen, wann der Moment erreicht ist, in welchem sie beginnen darf zu pressen.

Nun beginnt die Austreibungsphase. Die Wehen kommen im Durchschnitt alle zwei Minuten. Die meisten Geburten erfordern durchschnittlich acht Presswehen, bis das Kind geboren ist. Ist der Kopf bereits ausgetrieben, so ist das Schwerste überstanden. Sobald das Kind geboren ist, beginnt die Nachgeburtsphase, die im Durchschnitt rund 20 Minuten dauert. In der Nachgeburtsphase wird der Mutterkuchen ausgetrieben, die Nachgeburt. Sobald der Mutterkuchen ausgetrieben wurde, wird er von Arzt und Hebamme untersucht. Besteht der Verdacht, dass Teile der Plazenta im Mutterleib verblieben sind, muss eine Ausschabung durchgeführt werden, damit es nicht zu Verwucherungen oder Infektionen kommt. Die Nabelschnur wird in der heutigen Zeit erst durchtrennt, wenn die Plazenta ausgestoßen wurde, die Nabelschnur selbst nicht mehr pulsiert. Früher durchtrennte man sie direkt nach dem das Kind geboren war.

Wenn von Geburtsschmerzen die Rede ist, so sind hiermit grundsätzlich die Wehen gemeint, insbesondere jene, die den Muttermund öffnen sollen. Die eigentliche Geburt, der Moment, in dem die Mutter endlich pressen darf, wird von vielen Frauen als Erleichterung empfunden und gemessen am Wehenschmerz, der sich häufig über mehrere Stunden zieht, als weniger schmerzhaft. Viele Geburtshelfer nehmen einen Dammschnitt vor, um den Austritt des Kindes aus der Vagina zu erleichtern und Risse zu vermeiden, denn ein glatter Schnitt lässt sich recht einfach wieder nähen, während ein Riss unangenehme Wucherungen hinterlassen kann.

In Geburtsvorbereitungskursen lernen Frauen Atemtechniken und Entspannungsübungen, die den Vorgang der Geburt erleichtern sollen. Durch spezielle Atemtechniken kann der Schmerz zwar nicht weg geatmet werden, doch er wird leichter erträglich. Die Entspannungsübungen sollen der Frau zwischen den Wehen helfen, etwas innere Ruhe aufzubauen, denn je unruhiger und ängstlicher eine Frau ist, umso mehr Adrenalin schüttet der Körper aus und dieses verstärkt das Schmerzempfinden.

Viele Frauen entscheiden sich für eine Periduralanästhesie, um den Wehenschmerz nicht ertragen zu müssen. Die PDA hemmt allerdings auch das Gefühl für das Eintreten der Presswehen, das heißt, die Gebärende muss auf Kommando der Hebamme pressen, weil sie selbst den Drang zu pressen nicht spürt. Z. T. werden auch homöopathische Medikamente gegen den Wehenschmerz eingesetzt.

Monika Celik

24.02.11

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