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Gicht

05.02.09.

Gicht (Urikopathie)

Gicht ist eine Stoffwechselstörung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass Harnsäure nicht wie normalerweise über den Urin ausgeschieden wird, sondern sich in Form von Harnsäuresalzkristallen z. B. im Bereich der Gelenke (sog. Gelenkgicht oder Arthritis urica) ablagert. Diese Harnsäurekristalle können schmerzhafte Entzündungsreaktionen hervorrufen. Die Erkrankung kann sowohl in akuten Schüben als auch primär chronisch verlaufen.

Zwei Formen der Gicht

Primäre Gicht
angeborene Stoffwechselerkrankung, von der zu rund 95 % Männer betroffen sind

Sekundäre Gicht
durch Grunderkrankungen (u. a. myeloische Leukämie) oder durch die medikamentöse Behandlung (z. B. bei Nierenerkrankungen oder Tuberkulose) ausgelöst

Prävalenz in Deutschland

Die Prävalenz der Gicht ist bei Männern rund zehnmal so hoch wie bei Frauen: Laut Angaben der deutschen Rheuma-Liga leiden mehr als 5 % der männlichen und etwa 0,5 % der weiblichen Bevölkerung Deutschlands an erhöhten Harnsäurewerten. Die Rheuma-Liga schätzt, dass mehr als die Hälfte der Männer über 60 Jahre bereits mindestens einen Gichtanfall hatten.

Gicht vorbeugen

Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es bei Gicht eine erbliche Veranlagung zur Ausbildung der Erkrankung. Bestimmte Faktoren scheinen sich jedoch darüber hinaus begünstigend auf ein Ausbrechen der Erkrankung auszuwirken. Dazu zählen u. a. die Ernährungsweise, Bewegungsmangel und Übergewicht. Menschen, in deren Familie mehrere Verwandte Gicht haben, sollten daher durch purinarme Ernährung, optimales Körpergewicht und ausreichend Bewegung versuchen, der Erkrankung vorzubeugen.

ah

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