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Gegen Übergewicht angehen

Wer unter einem Typ 2 Diabetes leidet, sollte möglichst schnell nach der Diagnostizierung der Erkrankung mit dem Abnehmen beginnen. Es konnte in Studien belegt werden, dass sich in einigen Fällen nur dadurch der Blutzuckerspiegel wieder normalisiert. Und auch wenn keine Werte im Normbereich eintreten – der positive Effekt auf den weiteren Verlauf des Typ 2 Diabetes ist unumstritten.

Die Diät

Bei einer Diät für einen Menschen, der an Diabetes Typ 2 erkrankt ist, gelten die gleichen Regeln einer Diät wie für jeden gesunden Menschen auch. Crash-Diäten und einseitige Hungerkuren sind nicht das Mittel der Wahl. Mit solchen Methoden kann zwar möglicherweise kurzfristig ein Diäterfolg in Form einer Gewichtsreduktion erzielt werden, ein langfristiges Ergebnis wird sich allerdings nicht einstellen. Und genau darum geht es aber: eine langfristige Änderung der Lebensgewohnheiten, die bewirkt, dass das Übergewicht zwar langsam, aber dafür dauerhaft reduziert wird. Um dieses Ziel zu erreichen, sind im Wesentlichen zwei Aspekte von Bedeutung – eine gesunde und ausgewogene Ernährung einerseits, und auf der anderen Seite ein Leben mit viel Bewegung und Sport. Als Richtwert für eine ideale Mahlzeit empfehlen Ernährungsmediziner 45 bis 60 % Kohlenhydrate, 10 bis 20 % Eiweiß und 30 bis 35 % Fett.

Kohlenhydrate

Für die Kohlenhydrate gilt dabei, dass für Patienten mit einem Typ 2 Diabetes eine Ernährung im unteren Bereich des Kohlenhydratanteils (ca. 45 %) anzustreben ist. Dabei sollten Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index möglichst vermieden werden. Einen hohen glykämischen Index haben Einfachzucker wie Trauben- und Fruchtzucker. Sie gehen sehr schnell ins Blut über, weil sie zur Aufnahme vom Körper nicht erst zerlegt werden müssen. Sie sind zum Beispiel in Fruchtsaft und allen zuckerhaltigen Lebensmitteln enthalten. Zweifachzucker wie Rohr- oder Malzzucker hingegen müssen erst zu Einfachzuckern umgewandelt werden, bevor sie vom Darm aufgenommen werden können. Am besten für Diabetiker geeignet sind jedoch Mehrfachzucker, möglichst in Form von Vollkornprodukten, wie sie beispielsweise in Nudeln, Reis, Kartoffeln und Bohnen vorkommen. Sie bewirken durch ihre langsame Aufnahme auch nur einen langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels.

Fette

Für die Aufnahme von Fetten gilt, dass gesättigte Fettsäuren nicht mehr als 10 % der täglichen Nahrung ausmachen sollten. Generell sind Fisch- und Pflanzenöle mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren zu bevorzugen. Liegt ein erhöhter Cholesterinspiegel vor, sollte der Anteil der gesättigten Fettsäuren auf 8 % gesenkt werden. Die Cholesterinzufuhr sollte einen Wert von 300 mg pro Tag nicht überschreiten und bei einem erhöhten Cholesterinspiegel weiter vermindert werden.

Lydia Köper

09.03.11

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