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Therapie einer Grippe

Bei Patienten, bei denen nicht mit Komplikationen zu rechnen ist, wird die Grippe (Influenza) symptomatisch behandelt, d. h., es werden lediglich die auftretenden Beschwerden gelindert und ggf. das Fieber gesenkt. Nach Möglichkeit sollte man im Bett bleiben, viel trinken und sich schonen. Kommt es zu bakteriellen Superinfektionen, d. h., zu Infektionen mit Bakterien, die durch das geschwächte Immunsystem begünstigt werden, können diese mit Antibiotika behandelt werden. Es ist anzuraten, einen Arzt zu konsultieren, wenn der Verdacht besteht, dass es sich um eine Grippe handeln könnte, damit etwaige Komplikationen sofort therapiert werden können.

Bei Risikopatienten kann eine antivirale Behandlung notwendig werden

Besteht bei gefährdeten Personen (z. B. älteren Menschen oder Patienten mit Herzerkrankungen oder Diabetes) das Risiko, dass Komplikationen auftreten könnten, kann eine antivirale Behandlung vonnöten sein. Dabei werden Arzneimittel eingesetzt, die das Virus direkt bekämpfen (Antivirostatika).

Verfügbar sind Medikamente zweier Substanzklassen: Hemmer eines viralen Membranproteins (M2) und Neuraminidase-Hemmer. M2-Membranprotein-Hemmer verhindern, dass das Virus in den Zellkern von Körperzellen eindringt. Sie können jedoch nur gegen Influenza-A-Viren eingesetzt werden und führen vergleichweise schnell zu resistenten Erregern. Neuraminidase-Hemmer blockieren die Aktivität des Oberflächenproteins Neuraminidase, wodurch die Freisetzung neuer Viren behindert wird. Neuraminidase-Hemmer können gegen Influenza-A- und Inluenza-B-Viren eingesetzt werden. Durch die Therapie mit Neuraminidase-Hemmern kommt es i. d. R. seltener zu Resistenzen. Antivirale Medikamente verhindern die Vermehrung der Viren und sollten deshalb möglichst frühzeitig eingenommen werden, da ihre Wirkung bei einer noch nicht zu weit fortgeschrittenen Ausbreitung am besten ist.

Prophylaxe: Impfung gegen Grippe

Am wirksamsten kann man sich vor der Grippe schützen, indem man sich impfen lässt. Die Impfung sollte nach Möglichkeit vor Beginn der Grippe-Saison – zwischen Oktober und November – durchgeführt werden. Sie kann jedoch auch später nachgeholt werden, z. B. wenn mit einer Grippewelle zu rechnen ist. Es dauert jedoch ungefähr zwei Wochen, bis ein Impfschutz vollständig ausgebildet ist.

Der Impfschutz beträgt bei Gesunden rund 90 %, wenn er gut an die kursierenden Virustypen angepasst ist. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung u. a. Menschen über 60 Jahren, chronisch Kranken (z. B. mit Diabetes, COPD, Asthma, Herzinsuffizienz oder HIV), Angestellten in medizinischen Bereichen oder Berufstätigen, die viel in Kontakt mit Fremden kommen. Darüber hinaus sind generelle Vorsichtsmaßnahmen zur Prophylaxe empfehlenswert (z. B. regelmäßiges Händewaschen, möglichst kein Händeschütteln etc.).

Antje Habekuß

13.08.14

Therapie
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