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Bauchweh von der Milch?

02.04.09.

Eine Mutter gibt Ihrem Kind die Flasche

Photos.com

Warum bei Babys ein Test auf Milchzucker-Unverträglichkeit sinnlos ist

Bei rund zehn Prozent der Kinder ab sechs Jahren kann eine Milchzucker-Unverträglichkeit auftreten, obwohl sie vorher kein Problem mit dem wichtigen Lebensmittel hatten. Bauchweh, Blähungen und Durchfall können dann auftreten, erklärt Dr. med. Martin Claßen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Links der Weser, Bremen, im Apothekenmagazin „BABY und Familie“. Die Veranlagung zur Milchzucker-Unverträglichkeit ist genetisch bedingt. In den ersten Lebensjahren vertragen diese Kinder Milch in der Regel noch sehr gut.

Mittlerweile bieten kommerzielle Labore an, schon Neugeborene auf die Unverträglichkeit zu testen. „Das ist jedoch unsinnig und verunsichert die Eltern nur“, sagt Claßen. Besteht bei Sechs- bis Achtjährigen der Verdacht, macht ein Atemtest das Stoffwechselproblem recht zuverlässig sichtbar. „Bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit reicht es zum Teil, nur die Trinkmilch wegzulassen“, betont Claßen Milchprodukte wie Joghurt würden oft vertragen.
Die weitere Ernährung muss aber mit dem Kinderarzt besprochen werden. Eine milchfreie Ernährung ist zu kalziumarm. Dann kann ein Zusatzpräparat Sinn machen. Ein anderes Problem ist die Allergie auf Milcheiweiß. Hier muss man ganz auf Milch und Milchprodukte von Kühen, oft auch von anderen Tieren, verzichten.

Quelle: Apothekenmagazin „BABY und Familie“

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