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Haut und Ernährung

Neben der kosmetischen Pflege bedingen vor allem die Erbanlagen, die Hormone, die Lebens- und Schlafgewohnheiten, psychische Befindlichkeiten sowie der Stressfaktor das Hautbild. Versorgt wird die Haut von innen durch das Blut mit allem Nötigen – vorausgesetzt, die Ernährung stimmt!

Dass der Konsum von Genussgiften wie Alkohol und Nikotin dem Hautbild schadet, ist allgemein bekannt. Was aber unterstützt eine gesunde, schöne Haut? Wie der übrige Organismus braucht auch sie Proteine (Eiweiße), Fett, Vitamine und Mineralstoffe um ihre Funktionen zu erfüllen.

Proteine: Eiweiß wird durch den Stoffwechsel in seine Bausteine, die Aminosäuren, zerlegt. Anschließend werden sie nach anderen Mustern wieder zusammengesetzt, um für den Körper nutzbar zu sein. Diese Proteine sind wichtig für den Aufbau von neuen Zellen.

Fett: Die Haut braucht Fett, um fettlösliche Vitamine zu nutzen, aber auch zum Aufbau von Zellen, da die feinen Zellwände aus einer Kombination von Fettstoffen und Proteinen bestehen. Besonders wertvoll sind Fette mit ungesättigten Fettsäuren, die vor allem in pflanzlichen Ölen enthalten sind.

Vitamine: Eine einseitige Ernährung hinterlässt auf Dauer Spuren auf der Haut. Hautprobleme wie trockene oder sensible Haut, Ausschlag und Juckreiz sind häufig Zeichen einer unzureichenden Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen. Besonders die Vitamine der B-Gruppe sind entscheidend, wenn es um ein ausgeglichenes Hautbild geht: Biotin kurbelt den Stoffwechsel an und versorgt die Haut mit Aufbaustoffen. Als Bestandteil von Enzymen stellt Niacin Energie für die Zellerneuerung zur Verfügung.

Pantothensäure hilft bei der Heilung kleiner Wunden und sorgt für die Feuchtigkeitsregulierung der Haut. Vitamin E, der „Schadensbeseitiger“ und „Leibwächter“ der Hautzellen, neutralisiert zellschädigende Freie Radikale, die zur Hautalterung beitragen. Vitamin A wird zur Bildung neuer Zellen in der Oberhaut benötigt. Beta-Carotin als Vorstufe des Vitamin A ist wichtig für die Lichtverträglichkeit der Haut. Vitamin C ist am Aufbau kollagener Fasern im Bindegewebe beteiligt, hilft, freie Radikale, unschädlich zu machen und stärkt die Immunabwehr.

Mineralstoffe: Kalium und Natrium regeln den Flüssigkeitsdruck im Gewebe und nehmen dadurch Einfluss auf die Prallheit der Haut. Mineralien sind an der Bildung von Enzymen und dem Stoffaustausch durch die Zellwände beteiligt: Ohne Eisen wird die Haut trocken, Magnesium hält die Zellwände stabil und zugleich durchlässig. Kupfer fördert die Bildung der Hautbestandteile Collagen und Elastin und damit die Festigkeit und Elastizität der Haut. Es verleiht der Haut darüber hinaus ein strahlendes Aussehen.

Vollwertige Ernährung

Eine vollwertige Ernährung entscheidet über die allgemeine Leistungsfähigkeit und somit auch über das Hautbild. Klar ist auch, dass „Junk-food“ wie Pommes Frites, Currywurst, reichlich belegte Hamburger, Chips und Süßigkeiten etc. nicht die geeignete Ernährung für die Haut sind.

Dabei kann man „gut und gesund“ schon mit ein paar einfachen Grundsätzen erreichen: Regelmäßig abwechslungsreich zubereitete Mahlzeiten essen, nicht immer die gleiche Beilage wählen, fünfmal am Tag Obst oder Gemüse auf den Speiseplan setzen (im Idealfall zu jeder Mahlzeit, am besten in den „Ampelfarben“, d. h. ein rotes, ein grünes und gelbes Obst oder Gemüse).

Weiterhin gilt: wenig Fleisch (300–600 g pro Woche sind genug), ausreichend Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, ein- bis zweimal in der Woche Seefisch, essenzielle Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen wie Rapsöl wählen.

Und vor allem: trinken, trinken, trinken! Ein Erwachsener sollte 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag über Getränke zu sich nehmen. Geeignet sind Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees oder mit Wasser verdünnte Obstsäfte. Die ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist für die Entgiftung des Körpers wichtig und hält außerdem die Haut länger prall.

Was kann man sonst noch tun?

Das Hautbild ist Ausdruck der körperlichen und seelischen Verfassung und somit ganzheitlich bedingt. Im Idealfall entspricht der Lebensstil der Ernährung, d. h., er ist ausgewogen und gesund. Dazu gehören reichlicher und gleichmäßiger Schlaf, die Vermeidung von langfristigem, schädlichem Stress, Schutz vor schädlicher UV-A- und UV-B-Strahlung sowie regelmäßiges, angemessenes Körpertraining. Wie für den Körper an sich gilt eben auch für das Hautbild: Gesund leben hält länger jung!

Quelle: Patient und Haut 1/2011

20.07.11

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