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Hautpflege im Windelbereich: Puder ist überflüssig

Puder ist zur Hautpflege im Windelbereich von Babys nicht erforderlich. Dazu reichen feuchtigkeitsbindende Pasten, wie z. B. Zinkpasten. Dies berichtet der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. und bezieht sich auf eine Risikobewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

„Um die Haut trocken zu halten und Entzündungen vorzubeugen, helfen diese Pasten ebenso. Puder sollten Eltern sicherheitshalber gar nicht verwenden, da das Einatmen des Puders bei Babys und kleinen Kindern zu Atembeeinträchtigungen, Belüftungsstörungen, Lungenentzündungen und schweren Lungenschäden führen kann“, warnt Dr. Monika Niehaus, Weimar, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Dazu braucht die Mutter nur versehentlich, Puder in der Nähe des Gesichts ihres Kindes zu verstreuen oder das Baby, nach der geöffneten Dose zu greifen. Für die schmalen und kleinen Atemwege der Kinder reichen relativ kleine Mengen Staub, um ihre Funktion zu beeinträchtigen. Auch alle anderen Arten von feinen Stäuben, wie z. B. Stärkepulver, das früher als Ersatz für Babypuder benutzt wurde, können bei kleinen Kindern zu Erstickungsanfällen führen.

„Das Tückische an einer sog. Puder-Aspiration ist, dass die Beschwerden nach den ersten Hustenanfällen wieder verschwinden, um dann nach acht bis 24 Stunden verstärkt aufzutreten. Denn der Puder quillt in den Bronchien auf und verengt die Atemwege. Es kann sich eine chronische Lungenentzündung entwickeln“, erklärt Dr. Niehaus. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat Ende Juni 2011 aufgrund eines aktuellen Falls sowie Vorkommnissen in der Vergangenheit vor talkumhaltigem Babypuder gewarnt. Talkum dient in der Medizin und in der Kosmetik als Pudergrundlage.

Quelle: Patient und Haut 2/2011

16.12.11

Hauterkrankungen bei Kindern
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