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Unter Magenproblemen leiden Millionen Menschen. Die Ursache ist nicht selten Stress, aber häufig ist das Zwicken im Bauchraum auf ein bekanntes Bakterium zurückzuführen: den Helicobacter pylori. Jeder dritte Mensch in Deutschland soll damit infiziert sein. Das Bakterium erhöht die Magensäureproduktion krankhaft und schädigt den Magen-Darm-Trakt. Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre und Dünndarmgeschwüre werden meist durch ihn verursacht. Zudem erhöht das Bakterium das Krebsrisiko um das Fünffache.
Doch nicht bei jedem von dem Bakterium befallenen Menschen machen sich Beschwerden zwangsläufig bemerkbar. Es kann einige Zeit vergehen, bis ein Träger den Magenkeim zu spüren bekommt. Zu den Beschwerden zählen Übelkeit, Unverträglichkeit von Speisen, häufiges Völlegefühl und Blähungen. Ob eine Infektion mit dem Übeltäter vorliegt, kann jetzt mittels eines neuen Schnelltests aus der Apotheke ermittelt werden. Bei dem Heli-C-Check wird mittels Blutprobe innerhalb von zehn Minuten die Zahl der Antikörper des Keims gemessen.
Ist die Zahl erhöht, liegt mit 97-prozentiger Sicherheit eine aktive Infektion mit dem Erreger vor. Dann ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Da der Keim äußerst widerstandsfähig ist, verschwindet er auch nicht einfach so. Einmal im Magen angesiedelt, bleibt er bis zu seiner Beseitigung. Und dafür ist eine medikamentöse Therapie erforderlich, die meist aus der Gabe von einem Magensäurehemmer und zwei Antibiotika besteht und lediglich sieben Tage dauert.
Der Übertragungsweg des Helicobacter pylori ist noch immer nicht eindeutig geklärt. Er scheint sich auf fäkal-oralem Weg zu verbreiten, bei dem der Keim über Wasser oder verschmutztes Essen aufgenommen und über die Verdauung wieder an die Umwelt abgegeben wird. Doch auch andere Übertragungswege wie der von Mund-zu-Mund oder andere können nicht ausgeschlossen werden.
Quelle: Medical Press
02.07.11