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Herpes simplex

Unter der Bezeichnung Herpes simplex versteht man Erkrankungen, die durch eine Primärinfektion mit dem Herpes simplex-Virus (HSV) oder eine Reaktivierung der im Körper verbliebenen Viren ausgelöst werden. Zu diesen Herpes simplex-Viren gehört zum einen der Herpes simplex-Virus Typ 1, der auch als oraler Stamm bezeichnet wird, und zum anderen der Herpes simplex-Virus Typ 2, der auch genitaler Stamm genannt wird. Herpes simplex-Viren können verschiedene Erkrankungen auslösen. Dazu zählen u. a. der Lippenherpes, der Genitalherpes, die Herpes-simplex-Enzephalitis und die Herpes-Sepsis bei Neugeborenen.

Lippenherpes (Herpes labialis)

Eine Infektion mit dem Herpes simplex-Virus kann u. a. zu sog. Lippenherpes (Herpes labialis) führen. Gerade bei Lippenherpes sind die immer wiederkehrenden Infektionen durch verbleibende (persistierende) Viren bekannt und gefürchtet. Bei Lippenherpes kommt es zur Bildung von kleinen, nässenden Bläschen im Mundbereich, die z. T. schmerzen oder jucken. Lippenherpes wird hauptsächlich vom Herpes simplex-Virus Typ 1 ausgelöst.

Genitalherpes (Herpes genitales)

Eine weitere mögliche Folge einer Infektion mit Herpes simplex-Viren ist der sog. Genitalherpes (Herpes genitales). Bei dieser Erkrankung treten die Bläschen an den äußeren Genitalien (Penis oder Vulva) auf. Herpes genitalis gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen hierzulande. Für die Infektion ist in der Regel das Herpes simplex-Virus Typ 2 verantwortlich. In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Menschen, wenn sie an Genitalherpes erkrankt sind, ein höheres Risiko für eine HIV-Infektion haben. In Deutschland geht, so schätzen Experten, ca. jede fünfte HIV-Infektion auf Genitalherpes zurück.

Herpes-simplex-Enzephalitis (HSE)

Neben Erkrankungen kann eine Infektion mit dem Herpes simplex-Virus auch schwerwiegendere Folgen haben. Dazu zählt u. a. die Herpes-simplex-Enzephalitis (HSE) oder HSV-Enzephalitis. Bei dieser Erkrankung kommt es durch die Infektion mit dem Herpes simplex-Virus – meist Typ 1, seltener Typ 2 – zu einer Entzündung des Gehirns. Diese Erkrankung ist jedoch mit einer Häufigkeit von ca. 1:250.000 eher selten.

Herpes-Sepsis bei Neugeborenen (Herpes neonatorum)

Der sog. Herpes neonatorum wird in den meisten Fällen während des Geburtsvorgangs oder nach der Geburt von der erkrankten Mutter auf das Kind übertragen. Bei dem Erreger handelt es sich um Herpes simplex-Viren entweder vom Typ 1 oder vom Typ 2. Herpes neonatorum kann sowohl die Haut, das Zentrale Nervensystem als auch die inneren Organe betreffen. In vielen Fällen ist der Verlauf der Erkrankung tödlich. Fast immer resultiert Herpes neonatorum aus einer Herpes genitalis-Erkrankung der Mutter. Auch eine Übertragung von Lippenherpeserregern durch eine Infektion der Mutter, von Angehörigen oder von medizinischem Personal ist möglich.

Antje Habekuß

06.06.14

Herpes simplex
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