
Shutterstock
Herpesviren können anscheinend über die Geruchsbahnen der Nase ins Zentralnervensystem im Gehirn vordringen und unter Umständen dort Schaden anrichten. Zu dieser Erkenntnis sind Forscher der John Hopkins Universität in den USA gekommen und berichten darüber im Fachmagazin “PNAS”.
Mittels Autopsieproben von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und gesunden Menschen konnten die Wissenschaftler das Herpesvirus 6 sowohl im Gehirn als auch in den Geruchsbahnen nachweisen. Auch wurde aufgezeigt, dass die Erreger bestimmte Zellen für die Verbreitung auf diesem Weg nutzen, die eine Verbindung zwischen Nasen- und Rachenraum und dem limbischen System des Gehirns herstellen.
Der Nasen- und Rachenraum ist ein bedeutendes Reservoir für Herpesviren. Das limbische System ist dagegen bei neurodegenerativen Erkrankungen besonders häufig von Virenattacken betroffen. Zu diesen Erkrankungen zählen neben MS auch Demenzerkrankungen wie Alzheimer.
Quelle: Medical Press
10.08.11