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Voruntersuchung verbessert Wirksamkeit von Stents

23.01.09.

Druckdrahtmessung senkt Risiko für Tod oder Herzinfarkt

München (AP) Eine spezielle Voruntersuchung verbessert die Wirksamkeit von Stents bei Patienten mit schweren Erkrankungen der Herzgefäße. Wird bei ihnen zusätzlich per Druckdrahtmessung überprüft, welche Gefäße durch Stents gestützt und geweitet werden müssen, sinkt ihr Risiko deutlich, einen Herzinfarkt zu erleiden oder zu sterben. Das geht aus einer im «New England Journal of Medicine» veröffentlichten Studie hervor, an der auch Forscher der Uniklinik München beteiligt waren.

Wurde wie bisher üblich nur mit Röntgen untersucht, wo es in ihren Adern Engstellen gibt, lag ihr Risiko für Infarkt oder Tod binnen eines Jahres bei 18,3 Prozent. Wurde vor der Entscheidung über einen Stent zusätzlich mit der Druckdrahtmethode gemessen, wie viel Blut durch die einzelnen Stellen fließt, lag das Risiko nur bei 13,2 Prozent.

«Die Frage ist heutzutage nicht mehr, ob wir Engstellen mit einen Stent versorgen können, sondern ob wir die richtigen Engstellen identifizieren, die wirklich einen Stent benötigen», erklärte der Leiter der Kardiologie an der Münchner Uniklinik, Volker Klauss. Die Behandlung bringe nur an den Stellen etwas, die den Blutfluss wirklich beeinträchtigten. Das lasse sich mit der Druckdrahtmethode besser beurteilen.
Weniger Kosten

Mit der zusätzlichen Untersuchung würden zudem auch unnötige Stent-Einsätze vermieden, sagte Klauss. Statt durchschnittlich 2,7 würden nur noch 1,9 eingesetzt. Dadurch sei die Methode insgesamt rund zehn Prozent billiger. Es sei extrem ungewöhnlich, dass eine neue und bessere Methode auch noch billiger sei, sagte der Mediziner. Er hofft nun, dass die Druckdrahtmessung künftig von den Krankenkassen erstattet wird. Bisher sei dies nicht der Fall. Deswegen werde sie nur sehr selektiv eingesetzt, sagte der Mediziner.

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