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Herzinsuffizienz

Eine Herzinsuffizienz, die in der Umgangssprache auch als Herzschwäche oder – in ihrer akuten Form – als Herzversagen bekannt ist, liegt vor, wenn die für den Körper benötigte Menge an Blut vom Herzen nicht ohne Druckanstieg in den Herzvorhöfen transportiert werden kann. Durch diesen Zustand ist die Durchblutung der Organe gefährdet und ein Versagen des Kreislaufes kann die Folge sein.

Definition von Herzinsuffizienz

Der Begriff Insuffizienz (lat. insufficere, nicht genügen oder ausreichen) benennt die gestörte Funktionsfähigkeit eines Organs, die im Falle des Herzens unterschiedliche Formen haben kann. Diese definiert man anhand von Faktoren wie den auftretenden Symptomen (Beschwerden im Ruhe- oder Belastungszustand), dem zeitlichen Verlauf der Krankheit (akut oder chronisch), der Lokalisation (rechte oder linke Herzkammer) oder dem Schweregrad (4 sog. NYHA-Stadien). Die New York Heart Association (NYHA) unterteilte die Herzinsuffizienz 1928 erstmalig in vier sog. NYHA-Stadien. Diese Klassifikation ist auch heute – mit Anpassungen an die neuesten medizinischen Entwicklungen – noch gebräuchlich.

Im ersten Stadium bemerkt der Patient keine Symptome, Beschwerden wie Luftnot, Erschöpfungszustände oder Herzrhythmusstörungen treten nicht auf. Im zweiten NYHA-Stadium sind diese Symptome in geringerem Ausmaße bei alltäglicher körperlicher Belastung für den Betroffenen bemerkbar. Im Ruhezustand sind sie allerdings nicht spürbar. Das dritte Stadium ist dadurch gekennzeichnet, dass zwar auch hier keine Beschwerden im Ruhezustand auftreten, jedoch selbst geringfügige körperliche Aktivität, wie sie im Alltag üblich ist, zu Einschränkungen führt. Im letzten Stadium treten die Symptome der Herzinsuffizienz auch ohne körperliche Anstrengung, im Ruhezustand der betroffenen Personen, auf. Ergänzend wurde vom American College of Cardiology (ACC) 2001 eine neue Klassifikation erstellt. Diese bezieht sich im Wesentlichen auf den Verlauf der Erkrankung.

Auftreten einer Herzinsuffizienz

Das Auftreten einer Herzinsuffizienz kann entweder akut sein, wobei die Entwicklung einen Zeitraum von Stunden bis hin zu wenigen Tagen einnehmen kann, oder chronisch. In letzterem Falle entwickelt sich die Krankheit über einen Zeitraum von Monaten bis Jahren. Im Verlauf der chronischen Herzinsuffizienz versucht der Körper zunächst die Schwäche des Herzens auszugleichen, was zur Folge hat, dass in dieser sog. Kompensationsphase der Betroffene zwar bereits erkrankt, jedoch immer noch symptomfrei sein kann.

Zahlen zur Herzinsuffizienz

Laut der Deutschen Herztiftung leiden in Deutschland ca. 1,8 Millionen Menschen an Herzinsuffizienz, wobei die Betroffenen zum größten Teil ältere Menschen sind. Männer sind im Verhältnis zu Frauen häufiger betroffen.

Stefanie Zerres

21.08.14

Herzinsuffizienz
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