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Mit Hitzesonden und Ultraschall gegen den Tumor

21.05.10.

Darmkrebs

shutterstock

Hat ein Darmtumor seine Zellen bereits in die Leber gestreut, schwindet für die Betroffenen zunehmend die Aussicht auf Heilung. Die Zerstörung der Metastasen mittels Hitzesonden verbessert jedoch bei einigen Patienten die Prognose. Dies zeigen aktuelle Studien. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 27. Mai 2010 in Berlin stellen Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) das Verfahren und die Ergebnisse vor.
Jährlich erkranken in Deutschland rund 69 000 Menschen an Darmkrebs. Etwa 27 000 Betroffene sterben daran. Bei fortgeschrittenem Darmkrebs entwickelt etwa jeder zweite Patient Metastasen in der Leber. Wenn möglich, entfernen Operateure diese chirurgisch. Eine neue Alternative neben der Chemotherapie ist außerdem die Radiofrequenzablation (RFA). Dabei schiebt der Arzt unter Ultraschallkontrolle eine nadelförmige Elektrode in die Metastase vor. Mit Wechselstrom versetzt er die Teilchen des Tumorgewebes so stark in Bewegung, dass sie sich erwärmen und verschmoren.

Die Auswertung von 21 Studien ergab, dass die RFA zwar eine Operation nicht ersetzen, in Kombination mit einem solchen Eingriff aber bei bestimmten Patienten die Prognose verbessern könne, so Dr. med. Axel Stang, Chefarzt für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin an der Asklepios Klinik Hamburg Barmbek. Im Rahmen einer Pressekonferenz der DEGUM am 27. Mai 2010 in Berlin stellt Dr. Stang die Methode vor und erläutert, für welche Patienten sie sich eignet. Darüber hinaus geht es darum, wie sich Tumoren in Leber und Prostata mit Ultraschall selbst behandeln lassen.

Quelle: DEGUM

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