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Hyposensibilisierung auch bei Neurodermitis?

Eine genetische Veranlagung kann mitverantwortlich für Neurodermitis sein. Neue Forschungen der Molekulargenetik weisen auf eine Störung der Barrierenfunktion der Haut hin, die in Zusammenhang mit einer Abweichung der Immunreaktion zu einer entzündlichen Hauterkrankung führt.

Mit dem Verfahren des „Atopie-Patch-Tests“ könne das relevante Allergen nachgewiesen werden, so Prof. Dr. Johannes Ring, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der TU München. Auf der Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) in Dresden erklärte er, beim „Atopie-Patch-Test“ werde ein Pflaster mit einem verdächtigen Allergen – z. B. Hausstaubmilben, Tierhaare oder Pollen – auf die intakte Rückenhaut geklebt. Bei Neurodermitikern entstehe dosisabhängig an der Kontaktstelle ein Ekzem. Dies zeige, welches Allergen der Patient unbedingt meiden muss.

Als Auslöser eines Neurodermitis-Schubs können auch Allergene aus der Nahrung infrage kommen, wie Hühnerei, Nüsse, bestimmte Früchte oder Milchprodukte. Nun scheint sich, so die DDG in einer Pressemitteilung, eine neue Behandlungsmöglichkeit aufzutun: Die in der Allergietherapie gebräuchliche Hyposensibilisierung, bei der der Körper allmählich an allergieauslösende Stoffe gewöhnt wird, hilft möglicherweise auch Neurodermitikern. Die Allergene aus der Luft und der Nahrung werden daraufhin überprüft, ob eine allergen-spezifische Immuntherapie auch bei Neurodermitis eingesetzt werden kann.

Quelle: Allergikus 2/2011

15.08.11

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