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Alles über Immuntherapie

1. Experten erwarten für diesen Frühling besonders viele Birkenpollen

„Da die Birke in der Regel jedes zweite Jahr besonders viele Pollen ausschüttet, erwarten wir für 2008 wieder eine starke Belastung mit Birkenpollen“, warnt der Medizinmeteorologe Dr. Klaus Bucher vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg. „Allerdings hängt der Pollenflug von Witterungsverhältnissen wie Temperatur, Wind und Niederschlag, auch in der Vorblühphase, ab. Deshalb können wir noch keine endgültige Aussage machen.“

2. Klimawandel quält Allergiker - Pollen fliegen früher und länger, Ärzte setzen auf schnelleren Schutz

Die Veränderung der Umweltbedingungen macht Allergikern besonders zu schaffen. Wärmere Winter lassen Gräser- und Baumpollen spürbar früher reifen und ausschwärmen, die erhöhte Belastung der Luft mit Kohlendioxid und Feinstaub macht die Pollen zudem aggressiver.

3. Neueste Forschung zu Allergien: Hyposensibilisierung kann helfen

Wenn alles grünt und blüht, erreicht die Allergiesaison ihren Höhepunkt. Immer mehr Menschen sind betroffen: In Deutschland hat mindestens einer von fünf Einwohnern Heuschnupfen. Fast die Hälfte der Bevölkerung reagiert wenigstens zeitweise auf Allergene wie Pollen oder Hausstaubmilben. Es ist aber immer noch unklar, warum Allergien in den letzten Jahrzehnten so stark zugenommen haben.

4. Autohomologe Immuntherapie (AHIT)

(ots) Der zwölfjährige Tobias spielt auf dem Schulhof Fußball – ein ganz normaler Junge. Das war nicht immer so. Noch vor kurzem wurde er wegen seines Aussehens gehänselt und ihn quälte ein unerträglicher Juckreiz. Tobias litt unter Neurodermitis. Dank einer einzigartigen Therapie hat er die Hauterkrankung erfolgreich überwunden. Bereits kurz nach seiner Geburt zeigten sich die ersten Symptome – eine trockene Haut, die zu Verschorfung neigte, und Juckreiz, der bleiben sollte. Mit allen Mitteln kämpften Tobias’ Eltern gegen die Krankheit an – viele Salben, viele Therapien, viele Ärzte. Doch die Erkrankung verschlimmerte sich.

5. Auch Oma und Opa sind nicht vor Allergien gefeit

Die Häufigkeit von Allergien bei älteren Bundesbürgern ist bis heute nicht gut dokumentiert. Der Trend zeigt jedoch nach oben: Geschätzte 20 Prozent der Menschen im Alter von 45 bis 79 Jahren leiden mittlerweile unter einer Allergie.1,2 „Die Möglichkeit, auch im höheren Alter zum ersten Mal an einer Allergie zu erkranken, unterschätzen viele Menschen“, warnt Norbert Mülleneisen vom Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA).

6. Neue Immuntherapie gegen Allergien

Der massive Anstieg von Allergieerkrankungen treibt die Erforschung von Gegenstrategien voran. Schweizer Wissenschaftler injizierten Pollenallergikern nun einen Allergenextrakt direkt in Lymphknoten und erzielten damit einen beachtlichen Erfolg, berichtet die "Apotheken Umschau".

7. Die spezifische Immuntherapie – Trends und Entwicklungen

Die wichtigsten Neuerungen für die Behandlung von Allergien betreffen die spezifische Immuntherapie. Darauf wies Professor Dr. Ludger Klimek anlässlich des 29. Kongresses des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) im September in Wiesbaden hin. In Form von neuen Ko-Agenzien, Applikationsintervallen und Darreichungsformen erlebt die Immuntherapie derzeit einen enormen Aufschwung.

8. Immuntherapie hilft Kindern mit Milchallergie

New York (AP) Der tägliche steigende Konsum von Milch kann bei Kindern mit Milchallergie die Überempfindlichkeit bessern. Eine Studie der John Hopkins Universität in Baltimore an 19 Kindern mit starker Allergie zeigt, dass eine solche Immuntherapie zumindest bei Milch helfen kann.

9. Den Pollen auf der Spur

Wie und unter welchen Bedingungen setzen die Pollenkörner ihre Inhalte und Wirkstoffe frei? Spielen Wärme und Feuchtigkeit eine Rolle? Welche Einflüsse haben Schadstoffe (Aerosole, Rußpartikel), deren Konzentrationen in Ballungsgebieten oft hohe Werte erreichen? Mit welcher Methode lassen sich die Blütenpollen und Vorgänge in der Natur präzise analysieren?

10. Tropfen statt Spritzen

Ein langfristiger Schutz gegen Heuschnupfen und bestimmte andere Allergien („spezifische Immuntherapie“, früher: „Hyposensibilisierung“) ist auch mit Tropfen möglich. Bisher führen Ärzte die Behandlung überwiegend mit Spritzen durch, die regelmäßig über zwei bis drei Jahre verabreicht werden. Das Wirkprinzip beider Methoden besteht darin, den Körper langsam an steigende Mengen einer oder mehrerer allergieauslösender Stoffe zu gewöhnen. Die Tropfen muss sich der Patient selbst täglich oder alle zwei Tage unter die Zunge träufeln, erklärt Prof. Dr. med. Joachim Saloga, Allergologe an der Hautklinik der Universität Mainz im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Diese Therapieform ist in Deutschland noch nicht weit verbreitet, kann aber als Kassenleistung verordnet werden. Laut Saloga ist die Tropfen-Behandlung „sicherlich wirksam“, ob sie so wirksam ist wie die Spritzen, müsse noch geklärt werden. Tropfen wie Spritzen müssen über mehrere Jahre angewandt werden. Quelle: Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau 3/2006 A

11. Pollenallergiker sollten jetzt mit Therapie beginnen

Frankfurt/Main (AP) Patienten mit einer Allergie gegen Gräserpollen sollten am besten jetzt schon mit einer spezifischen Immuntherapie beginnen. Diese sogenannte Hyposensibilisierung sollte mindestens zwei, besser aber sogar drei bis vier Monate vor Einsetzen der Gräserpollen-Flugsaison begonnen werden, rät Michael Barczok vom Vorstand des Bundesverbandes der Pneumologen.

12. Verschnupfter Frühling ade

Um den Heuschnupfen dauerhaft loszuwerden, setzen viele Patienten auf eine so genannte Hyposensibilisierung. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" herausfand, hat in Deutschland jeder fünfte Heuschnupfen-Geplagte (20,7 %) eine solche Immuntherapie bereits gemacht.

13. Akuter Allergie-Notstand

Jeder dritte Deutsche ist allergiekrank. Jeder Vierte, insgesamt also etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland, hat nach Schätzungen des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) Heuschnupfen. Die Betroffenen leiden unter allergischem Schnupfen, juckenden Augen und einem stark beeinträchtigten Allgemeinbefinden.

14. Immuntherapie lindert Heuschnupfen und Asthma bei Kindern

Die tägliche Einnahme einer Graspollentablette kann bei Kindern Heuschnupfen und Asthma lindern. Zu diesem Ergebnis kommt einer Studie von Medizinern der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Albrecht Bufe, die sie gemeinsam mit nationalen Kollegen an 253 Kindern durchgeführt haben.

15. Insektengift-Allergie erfolgreich therapierbar

Wenn das Obst reif wird, kommen sie oft in Massen und können vor allem beim Genuss von süßen Speisen und Getränken im Freien eine Plage sein: Wespen. Die meisten Menschen versuchen aus Angst vor einem schmerzhaften Stich, die Insekten zu vertreiben, oder treten gar selbst die Flucht an. Für Menschen mit einer Insektengift-Allergie können Wespen oder auch Bienen gefährlich werden. Sie reagieren nach einem Stich nicht nur mit einer Schwellung und Rötung der Einstichstelle, sondern können lebensgefährliche Symptome erleiden, die den ganzen Organismus betreffen. Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) und die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) raten diesen Allergikern zu einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei einem auf Allergien spezialisierten Arzt.

16. Kreuzreaktivität unter Süßgräsern

Allergologen nutzen das Phänomen Kreuzreaktivität häufig für eine spezifische Immuntherapie – für viele Allergiker ist es hingegen eher lästig, dass dieses Thema überhaupt existiert. Sind nämlich die Oberflächenstrukturen zweier unterschiedlicher Allergene sehr ähnlich, können spezielle Antikörper (IgE-Antikörper) des Immunsystems diese nicht voneinander unterscheiden.

17. Allergische Erkrankungen: Starker Pollenflug im Jahr der Fußball-WM

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland steht vor der Tür. Nicht nur deutsche Fans freuen sich auf dieses sportliche Großereignis. Experten warnen aber vor einer bislang wenig beachteten Problematik: Das Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland wird für Allergiker voraussichtlich eine erhebliche Pollenbelastung und entsprechende Beschwerden bringen.

18. Nachts sind Sie nie allein: Bettnachbar Hausstaubmilben

Viele Deutsche wachen mitten in der Nacht auf, weil sie Schnupfen, Husten oder Atemnot plagen. Die Ursache ist häufig eine Allergie auf Hausstaubmilben, die sich in der feuchtwarmen Umgebung des Bettes besonders wohl fühlen.

19. Gefährliche Matratzen-Mikroben: TUM-Forscher finden Listerien in Betten von Bauerhof-Kindern

Listerien - von diesen gesundheitsschädlichen Keimen hört der Verbraucher normalerweise nur im Zusammenhang mit Rohmilchkäse, Tatar oder Räucherlachs. Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben die kleinen Krankmacher jetzt allerdings auch im Bett gefunden: Sie haben den Matratzenstaub von Bauernhofkindern untersucht - und in fast zwei Dritteln der Proben Listerien entdeckt.

20. Allergien auf dem Vormarsch

Die Saison fast aller bedeutsamen allergieauslösenden Pflanzen in Mitteleuropa beginnt in den letzten Jahren früher. »Eine wichtige Rolle spielt hierbei sicherlich die Erderwärmung«, sagt Professor Dr. med. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden.

21. Jede dritte anaphylaktische Reaktion ist ein wiederholtes Vorkommnis

Schockartige Reaktionen, die bis zum Atem- und Herzstillstand führen können, kommen bei Patienten, die allergisch auf Wespenstiche oder Nahrungsmittel reagieren, relativ häufig vor. Sie stellen bei etwa jedem dritten Betroffenen sogar ein wiederholtes Ereignis dar. Bei jedem Vierten der 300 Probanden, die an der LMU-Studie teilnahmen, zeigten sich schwere Reaktionen wie z. B. eine Zyanose (violette bis bläuliche Verfärbung der Haut), Schock und Kreislaufstillstand.

22. Hyposensibilisierung auf einen Blick

Die spezifische Immuntherapie (SIT), auch als Hyposensibilisierung oder Allergie-Impfung bekannt, ist die derzeit einzige ursächliche Behandlungsmethode gegen eine Allergie auf Insektenstiche und Atemwegsallergien aufgrund von Pollen, Milben, Tierhaare oder Schimmelpilzen. Seit Entdeckung dieser Therapie vor etwa 100 Jahren sind insbesondere in den letzten Jahren eine Vielzahl von Variationen dieser Behandlungsform entwickelt worden.

23. Allergie auf Bienen oder Wespen

Drei Prozent der Menschen in Deutschland ­ das sind immerhin 2,5 Millionen ­ können nach dem Stich einer Wespe oder Biene sehr schnell in Lebensgefahr geraten. Bei diesen Insektengift-Allergikern reagiert das Immunsystem überempfindlich auf das Gift von Wespen oder Bienen. Innerhalb kürzester Zeit kann es bei einer Allergie auf Insektengift zu lebensgefährlichen Symptomen wie Blutdruckabfall, Herzrasen, Schwächegefühl oder sogar Atemnot bis hin zu Bewusstlosigkeit kommen.

24. Allergien aus dem Mutterleib

Gegen Allergien hat die sogenannte sublinguale Immuntherapie (SLIT) gute Erfolgsaussichten nachgewiesen. SLIT ist eine Art Schluckimpfung gegen jene Substanz, durch die eine Allergie verursacht wird. Die positiven Effekte sind meistens während oder sofort nach der Therapie beobachtet worden.

25. Allergisches Asthma: Experten setzen auf immunmodulatorische Ansätze

Wie Prof. Dr. Roland Buhl, Pneumologe an der Johannes Gutenberg- Universität Mainz, beim diesjährigen Pneumologenkongress erläuterte, werde zukünftig die immunmodulatorische Therapie bei der Behandlung von Patienten, die an einem allergischen Asthma leiden, vermutlich eine größere Rolle spielen.

26. Viel zu wenige Allergiker erhalten Immuntherapie

In Deutschland sind fast 20 Millionen Menschen an einem allergischen Schnupfen (allergische Rhinitis, Heuschnupfen) erkrankt. Aber nur jeder Zweite lässt die Allergie ärztlich behandeln, nur ein Viertel der Betroffenen gelangt zu einem Facharzt und nur jeder zehnte Heuschnupfenpatient erhält eine spezifische Immuntherapie (SIT), schätzt der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA).

27. Leicht zu verwechseln: Grippaler Infekt und Allergie

Winterzeit ist Erkältungszeit: Überall sieht man Menschen mit Husten und Schnupfen. Nicht immer steckt aber ein grippaler Infekt hinter den Beschwerden. „Es kommt häufig vor, dass eine verstopfte Nase, Atembeschwerden oder Husten im Winterhalbjahr für Symptome einer Erkältung gehalten werden, obwohl tatsächlich eine Allergie die Ursache ist“,

28. Allergie - Überempfindlichkeit des Immunsystems

Der Klimawandel verstärkt das Leiden von Millionen Allergikern. Durch die globale Erderwärmung beginnt der Pollenflug nicht nur früher, sondern er dauert auch länger. In Deutschland gilt inzwischen lediglich noch der Dezember als pollenfrei. Die wachsende Problematik hat die Bundesregierung auf den Plan gerufen.

29. Allergische Erkrankungen: Hyposensibilisierung

Untersuchungen in verschiedenen westlichen Industrienationen zeigen eine markante Zunahme von Allergien. Allergische Erkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen, so leiden etwa ein Drittel der westlichen Bevölkerung unter einer allergischen Rhinitis, einem Asthma bronchiale oder einem atopischen Ekzem. (1) In Deutschland sind 20 Millionen Menschen von einer Allergie betroffen, wobei Jahreskosten von 5 Milliarden Euro entstehen. h2. Warum nehmen Allergien zu? Ursächlich werden eine Steigerung der genetischen Disposition in der Gesamtbevölkerung, eine durch die globale Erwärmung bedingte Zunahme der Pollenproduktion und Pollenverbreitung sowie eine Veränderung im Auftreten von neuen und bisher unbekannten Pollenarten diskutiert. Ein weiterer Faktor ist die Luftverschmutzung mit Autoabgasen, beruflichen Schadstoffen und Zigarettenrauch. Auch spielen Veränderungen des menschlichen Verhaltens bzw. Lebensstils (Hygiene, Ernährung, Stillgewohnheiten, Wohnraumisolation) eine Rolle. Die Abnahme frühkindlicher Infekte bzw. eine verminderte Exposition mit bakteriellen Endotoxinen scheinen ebenfalls verantwortliche Faktoren zu sein. Vor diesem Hintergrund gewinnt ein kausales Behandlungsregime, wie es die Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie (SIT) darstellt, zunehmend an Bedeutung.

30. Wenn Wein allergisch macht - Schock durch Champagner

Eine echte Weinallergie ist relativ selten, kann aber heftige Beschwerden auslösen. Einige Patienten erleiden sogar einen allergischen Schock (Anaphylaxie). Dr. Susanne Schäd und ihre Kollegen an der Universitäts-Hautklinik in Würzburg berichteten 2005 über eine 27-jährige Frau, die nach dem Genuss von Rotwein, Sekt, Weintrauben oder Rosinen innerhalb einer Stunde juckende Handflächen, Schwellungen an Augen, Lippen und Zunge, Atemnot, Schluckbeschwerden und Kreislaufbeschwerden bekam.

31. Kleine Milben mit großer Wirkung

In Deutschland sind 17,5 Prozent der Bevölkerung von einer Hausstaub- milbenallergie betroffen. Europaweit sind es sogar 21,7 Prozent. Vor allem Kinder leiden häufig unter einer Milbenallergie. Bereits jedes fünfte Kind ist sensibilisiert. Jeden Tag sind die Kleinen den Allergenen ausgesetzt. Die meisten Kinder verbringen bis zu 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen, wo sich auch Milben wohlfühlen.

32. Allergie und Schwangerschaft: Was ist zu beachten?

Auch Allergikerinnen werden schwanger – wenn man einer dänischen Untersuchung Glauben schenkt, sogar schneller als andere Frauen. Ist die Schwangerschaft eingetreten, kommen viele Fragen auf: Kann die Patientin ihre antiallergischen Medikamente weiter nehmen? Was tun bei einem Asthmaanfall? Muss man die Hyposensibilisierung abbrechen? Grundsätzlich gilt: Auch in der Schwangerschaft sollten Allergien behandelt werden. Allerdings sind einige Besonderheiten zu beachten.

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