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Impulskontrollstörungen bei Morbus Parkinson-Patienten

Menschen, die unter Parkinson leiden, sind gleichzeitig häufig von Impulskontrollstörungen betroffen. Wissenschaftler des Department of Neurology, University of Turku and Turku University Hospital, Finnland, haben nun festgestellt, dass bisher keine aussagekräftigen Daten zur Häufigkeit dieser Erscheinung vorliegen. Bisher wurden nämlich nur Parkinson-Betroffene, die in sekundären oder tertiären Versorgungszentren behandelt wurden, genauer darauf getestet. Die Forscher wollten es genauer wissen und legten eine Querschnittsstudie an, an der 575 Parkinson-Patienten der „Finnish Parkinson Association“ teilnahmen. Die Teilnehmer waren im Schnitt über 60 Jahre alt und wurden auf Merkmale von problematischem und pathologischem Spielen, auf Impulskontrollstörungen und auf Depressionen getestet. Die Erhebung basierte auf standardisierten Klassifikationsfragebögen.

7 % der Parkinson-Erkrankten waren von einer Spielsucht betroffen, 12,5 % litten unter multiplen Störungen und bei über einem Drittel der Teilnehmer wurden Impulskontrollstörungen nachgewiesen. Den Forschern zufolge spielten dabei weniger das Alter und Geschlecht der Patienten oder die Konsumierung von Alkohol bzw. die Verwendung von Medikamenten eine Rolle; das Vorliegen von Depressionen dagegen führten häufiger zum Auftreten dieser Störungen. Aufgrund dieser Ergebnisse empfehlen die Wissenschaftler der Forschungsgruppe, Parkinson-Patienten immer auf Impulskontrollstörungen zu überprüfen, wie NeuroNews berichtete.

Quelle: Ratgeber Parkinson 2012

17.01.13

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