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Inhalation

Was ist eine Inhalation?

Die Inhalation ist eine Möglichkeit zur Therapie verschiedener Erkrankungen der oberen Atemwege. Bei einer Inhalation wird Wasserdampf mit oder ohne Zusätze eingeatmet. Es können auch medikamentöse Präparate über ein Inhaliergerät eingeatmet werden. So können durch die Inhalation Medikamente gegen Atemwegserkrankungen eingenommen werden. Die Anwendung der Inhalationstherapie kann auch dazu verhelfen, die Schleimhäute der Atemwege zu befeuchten.

Die Inhalation kann gleichwohl bei Erwachsenen und Kindern durchgeführt werden. Allerdings ist stets darauf zu achten, dass Kinder bei der Inhalation vom heißen Wasserdampf nicht allein gelassen werden, da eine Verbrennungsgefahr besteht. Eine Inhalation kann in häuslicher Umgebung durchgeführt werden. Angewandt wird eine Inhalation bei Krankheiten wie Husten, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen sowie Halsentzündungen, Bronchitis, Asthma (jedoch nicht bei einem akuten Asthmaanfall), Mukoviszidose oder Lungenerkrankungen, wie dem Lungenemphysem oder der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung, die auch unter dem Kürzel COPD (engl.: chronic obstructive pulmonary disease) bekannt ist.

Inhalation in häuslicher Anwendung

Bei Erkrankungen der oberen Atemwege, wie z. B. einer Erkältung, die mit Husten und Schnupfen einhergehen kann, kann eine Inhalation den Heilvorgang begünstigen. Die Inhalation von heißen Wasserdampf kann dazu verhelfen, die verschleimten Atemwege zu befreien, indem sie die oberen Atemwege mit den sich aus dem Dampf herauskristallisierten Tröpfchen befeuchtet und zur Durchblutung der Atemwege beiträgt. Auf diese Weise kann der Schleim, der sich bei einer Erkältung in Nase, Rachen und den Bronchen festsetzt, leichter von den Schleimhäuten gelöst und besser abgehustet oder ausgeschnäuzt werden.

Um eine Inhalation zuhause ausführen zu können, benötigt man heißes Wasser, dessen Dampf eingeatmet werden soll, einen Topf oder eine Schüssel, die als Behälter für das Wasser gebraucht wird und eventuell Inhalationszusätze. Der Topf bzw. die Schüssel wird mit etwa 1,5 bis 2 Liter heißem Wasser gefüllt und auf einen Tisch gestellt. Das Wasser kann mit Inhalationszusätzen wie Salz, Thymian, Salbei, Kamille oder ätherischen Ölen angereichert werden. Jeder Zusatz entfaltet seine eigene Wirkung und bedarf zumeist einer Absprache mit dem behandelnden Arzt. Der Wasserdampf kann aber auch ohne Zusätze inhaliert werden.

Durchführung einer Inhalation

Zur Inhalation setzt man sich auf einen Stuhl vor den Tisch mit der mit heißem Wasser gefüllten Schüssel und beugt sich über diese. Zwischen dem Gesicht und der Schüssel sollte ein gewisser Abstand, der etwa zwei Handbreiten betragen sollte, gewahrt werden, um einer möglichen Verbrennung zu entgehen. Über den Kopf sollte ein mittelgroßes Handtuch gehalten werden, damit das gesamte Gesicht dem Dampf zugewendet ist und der zu inhalierende Dampf nicht entweichen kann. Nach der Inhalation sollte man sich warmhalten, indem man zum Beispiel eine Mütze anzieht und das Haus etwa eine halbe Stunde lang nicht verlässt. Zudem sollte man dem Organismus circa 30 Minuten Zeit geben auszuruhen, damit sich der Kreislauf nach der Inhalation stabilisieren kann.

Die Dauer der Inhalation kann zwischen 5 und 20 Minuten betragen, je in Abhängigkeit von den Inhalationszusätzen. Reiner Wasserdampf und Wasser mit Salz können 10 bis 20 Minuten eingeatmet werden. Wohingegen eine Inhalation von Wasser mit dem Zusatz von ätherischen Ölen nur 5 bis 7 Minuten dauern sollte. In der Regel reichen zwei Anwendungen am Tag aus, bei hartnäckigen Erkrankungen kann die Inhalation mehrmals am Tag durchgeführt werden. Von der Inhalation ist dann abzuraten, wenn man an entzündlichen Hauterkrankungen, sehr niedrigen Blutdruck, Augenerkrankungen oder Kreislaufstörungen leidet.

Inhalationszusätze

Salz (auch Meersalz) ist der am häufigsten verwendete Zusatz bei Inhalationen. Dieses wird mit 2 Esslöffeln mit 1,5 bis 2 Liter heißem Wasser vermengt und 10 bis 20 Minuten inhaliert. Es löst den festsitzenden Schleim aus Nase und Rachen und wirkt krampflösend bei hartnäckigem Husten. Genauso verhält es sich mit den Zusätzen Salbei und Thymian. Diese werden ebenfalls in Form von Tee aus der Apotheke mit 1-2 gehäuften Esslöffeln auf ca. 1,5 bis 2 Liter heißes Wasser verteilt und der Dampf dieses Gemisches wird 10 bis 15 Minuten lang inhaliert.

Für die Inhalation mit dem Zusatz von Kamille kann auf die gleiche Menge Wasser Handvoll gehäuft Kamillenblütentee oder 10 ml Kamillenblütenextrakt verwendet werden. Kamille wirkt antibakteriell und beruhigt gereizte Schleimhäute.

Ätherische Öle wie Thymianöl, Lavendelöl, Minzöl, Eukalyptusöl, Fichtennadelöl, Latschenkiefernöl oder Kiefernnadelöl können für die Inhalation mit 2 bis 6 Tropfen auf 1,5 bis 2 Litern Wasser vermengt werden. Diese Öle sind meist gut verträglich. Vor dem Verwenden von Inhalationszusätzen sollte man darauf achten, ob Allergien oder Unverträglichkeiten auf bestimmte Zusätze bestehen.

Inhalation: Inhaliergeräte

Neben der Möglichkeit der Inhalation über einer Schüssel mit dampfendem Wasser gibt es diverse Inhalationssysteme und -geräte. Diese sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die meisten Inhaliergeräte enthalten bestimmte Medikamente, die vom Erkrankten durch die Inhalation eingeatmet werden. Bei solchen Inhalationssystemen lässt sich meist die zu inhalierende Tröpfchengröße einstellen. Je kleiner die Tröpfchen sind, desto tiefer können sie in den Körper eindringen. Demnach entscheidet die Tröpfchengröße über den Ort der Wirkung des Medikaments, welches inhaliert wird.

Maria Ballau

19.11.12

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