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Ischias

Bei der Ischialgie (auch Ischias-Syndrom oder kurz Ischias genannt) handelt es sich um den Oberbegriff für Krankheitsbilder, die durch die Reizung des Ischiasnervs (lat. Nervus ischiadicus) hervorgerufen werden. Die Schmerzen, die durch die Ischiasnervreizung verursacht werden, sind v. a. in der Lendengegend lokalisiert und können vom Kreuzbein über den Oberschenkel bis in die Knie ausstrahlen. Bei manchen Patienten kommt es durch Ischias auch zu Gefühlsstörungen und Lähmungserscheinungen. Ischias-Syndrome können z. B. durch Bandscheibenvorfälle, Rückenmarkstumoren oder Verletzungen verursacht werden oder im Rahmen einer Neuropathie auftreten.

Rückenschmerzen als häufigster Grund für Krankschreibungen

Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule werden gemeinhin unter dem Begriff Rückenschmerzen zusammengefasst. Rückenbeschwerden sind heutzutage sehr weit verbreitet und die Zahl der Betroffenen nimmt stetig zu. Der BKK Gesundheitsreport 2013 spricht von rund 47 % bei Frauen und rund 48 % bei Männern. So sind Muskel- und Skeletterkrankungen der häufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit.

Der Ischiasnerv

Der Nervus ischiadicus ist ein Nerv, der dem Kreuz-Geflecht (lat. Plexus sacralis) entspringt. Dieses Nervengeflecht setzt sich aus einzelnen Nervenfasern zusammen, die zwischen dem vierten Lendenwirbel (L4) und dem dritten Steißbeinwirbel (S3) aus dem Rückenmark hervortreten. Der Ischias läuft an der Hinterseite des Oberschenkels entlang und teilt sich auf der Höhe der Kniekehle in die beiden Unterschenkelnerven: den Peroneusnerv (lat. Nervus peroneus communis) und den Tibialisnerv (lat. Nervus tibialis).

Streng genommen ist der Ischiasnerv kein echter Nerv, sondern ein Nervenbündel. Er besteht aus einer Bindegewebshülle, die den Peroneusnerv und den Tibialisnerv umhüllt und zusammenfasst. Der Ischiasnerv versorgt die Oberschenkelmuskulatur mit Nerven. Seine beiden Äste (Peroneusnerv und Tibialisnerv) steuern die Motorik des Unterschenkels und des Fußes. Der Ischiasnerv dient dazu, Befehle des Gehirns zur motorischen Steuerung an die Muskeln des Oberschenkels weiterzugeben. Außerdem kann er Reize aus diesem Bereich an das Gehirn senden.

Lumbago und Lumboischialgie

Lumbago („Lendenlähmung“), umgangssprachlich oft als Hexenschuss bezeichnet, ist eine häufig vorkommende Erkrankung, die mit starken Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule einhergeht. Der grundlegende Unterschied zum Ischias-Syndrom ist, dass der Rückenschmerz beim Hexenschuss nicht ins Bein ausstrahlt. Die Kombination beider Krankheitsbilder Lumbago und Ischias-Syndrom bezeichnet der Mediziner als Lumboischialgie. Hier treten Rückenschmerzen und Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen, gemeinsam auf.

Antje Habekuß

10.07.14

Ischias
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