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Umgang mit gereizter, juckender Haut

Juckreiz, medizinisch Pruritus, ist extrem unangenehm und ist ein sehr vieldeutiges Symptom. Juckende Haut kann ein Hinweis des Körpers auf eine Erkrankung sein. Manchmal benötigt juckende Haut intensive Pflege, weil sie extrem trocken ist.

Umwelteinflüsse und Juckreiz

Juckreiz ist für die meisten Menschen sehr unangenehm, weil die Aufmerksamkeit durch die juckende Haut immer wieder auf dieselbe Stelle gelenkt wird. Dabei fällt es den Betroffenen schwer, sich zu entspannen. Die Ursachen für den Juckreiz sind vielseitig: Die Haut kann nach einem Schwimmbadbesuch, einem ausgedehnten Sonnenbad oder extremer Kälte ausgetrocknet sein und deswegen anfangen zu jucken. Juckreiz kann allerdings auch ein Hinweis auf Stress oder eine Krankheit sein. Um den Juckreiz zu lindern und den Stress abzubauen, empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) Entspannungsübungen wie autogenes Training, Meditation oder Yoga.

Häufiges Baden und Duschen führen ebenfalls zu trockener Haut und können ein Auslöser für Juckreiz sein. Deswegen empfehlen Experten, die Haut nach dem Duschen regelmäßig einzucremen. Um juckender Haut vorzubeugen, eignen sich besonders rückfettende Duschgels und Badeöle. Im Winter neigt die Haut dazu, schnell auszutrocknen, oft leiden viele Menschen dann unter trockener Haut, ein Symptom, das durch die Heizungsluft verstärkt wird. Die Luftfeuchtigkeit kann erhöht werden, indem Wasserschälchen auf der Heizung gestellt werden, auch regelmäßiges Lüften kann die Haut wieder entspannen.

Auslöser für Juckreiz

Häufig ist der Juckreiz so unangenehm, dass Betroffene das Kratzen nicht unterdrücken können. Dadurch wird die Haut verletzt und kann sich entzünden. Experten der AWMF raten Betroffenen deswegen, Juckreiz, der länger als sechs Wochen anhält, von einem Dermatologen untersuchen zu lassen. U. U. kann eine ernsthafte Erkrankung die Ursache sein: Erkrankungen der inneren Organe (Nieren oder Leber), Schäden an Rückenmark oder im Gehirn und psychiatrische Krankheiten können z. T. zu Juckreiz führen. Eine Untersuchung bei einem Dermatologen ist auch deswegen sinnvoll, weil hinter der juckenden Haut Allergien oder Unverträglichkeiten von Medikamenten (Antibiotika, Antidepressiva, Hormonpräparate oder entzündungshemmende Mittel) stecken können.

Behandlung muss individuell angepasst werden

Eine allgemeingültige und einheitliche Therapie gibt es nicht, weil die Ursachen für den Juckreiz vielfältig sein können, wie die AWMF mitteilt. Ein Therapieplan muss immer individuell erstellt werden. Dabei werden das Alter sowie bestehende Erkrankungen und Medikationen, Schwere der Symptomatik, Qualität oder Intensität des Pruritus berücksichtigt. Als allgemeine Therapiemaßnahmen zur Linderung von Pruritus, unabhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung, empfiehlt die AWMF Faktoren zu vermeiden, die die Haut austrocknen lassen (trockenes Klima, Hitze, Sauna). Beim Duschen sollten milde, nicht-alkalische Seifen verwendet werden. Cremes, Lotionen, Sprays mit Wirkstoffen wie Harnstoff, Kampher oder Gerbstoffen können zur kurzfristigen Prurituslinderung beitragen. Feuchte kühle Umschläge können die Haut ebenfalls beruhigen und den Juckreiz lindern. Dennoch ist es wichtig, dass Betroffene einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu klären.

Quelle: Patient und Haut 2/12

30.12.12

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