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Tipps für die Körperpflege

Wer an Psoriasis leidet, wird bestätigen können, dass die Körperpflege wesentlich umfangreicher ist und mehr Zeit in Anspruch nimmt, als bei Personen ohne Hautkrankheit. Abgesehen von Therapien, Medikamenten und speziellen Salben, die bei einem akuten Schub von Psoriasis Anwendung finden, müssen auch in der ganz alltäglichen Körperpflege zahlreiche Punkte beachtet werden.

Grundsätzlich beginnt eine gute Hautpflege bei Psoriasis schon einmal damit, dass Betroffene ihrer Haut einige Dinge schlichtweg ersparen: ausgedehnte Bäder in stark seifenhaltigem Wasser verbieten sich von selbst. Parfümierte Badelotionen sollten auf keinen Fall verwendet werden. Die tägliche Dusche möchte sich selbstverständlich niemand nehmen lassen und sie darf auch ruhig stattfinden. Allerdings sollte das Wasser nicht allzu heiß sein und es sollten immer rückfettende und säureneutrale Duschgele verwendet werden und die Duschdauer sollte so kurz wie möglich gehalten werden.

Vorab aber gilt: Die betroffenen Hautstellen müssen entschuppt werden, dies aber möglichst sanft. Cremes und Lotionen können nur dort wirken, wo sie tatsächlich eine Chance haben, in die Haut einzudringen. An den betroffenen Stellen, an denen sich Flechten gebildet haben, besteht die obere Schicht meist aus silbrigen, abgestorbenen Hautschuppen. Hier Lotionen oder Cremes aufzutragen, macht nur wenig Sinn, die Substanzen können nicht in die unteren Hautschichten eindringen und die Haut somit nicht mit der so dringend benötigten Feuchtigkeit versorgen.

Aus diesem Grund sollten von Psoriasis Betroffene schon vor der täglichen Dusche die entzündeten Hautstellen möglichst sanft von der trockenen Schuppenschicht befreien. In der Regel genügt es, mit einem nicht allzu rauen Handtuch mehrfach über die Flechten zu reiben. Schuppen, die sich nicht lösen wollen, sollten nicht mit Gewalt gelöst werden, es kann dadurch zu kleinen, punktartigen Blutungen kommen, welche die ohnehin schon vorhandene Entzündung nur verstärken. Nach dem Lösen der Hautschuppen kann geduscht werden – meist lösen sich auch hier noch ein paar abgestorbene Hautzellen.

Das Abtrocknen nach der Dusche sollte möglichst sanft vor sich gehen. Psoriasis-Haut sollte eher trocken getupft als trocken gerieben werden. Ist die Haut vollständig trocken, benötigt sie intensive Pflege. Grundsätzlich sollte der ganze Körper großzügig mit einer speziellen Pflegelotion eingecremt werden. Die von der Flechte akut betroffenen Stellen sollten danach zusätzlich mit speziellen Salben und Cremes behandelt werden. Bei Bedarf kann dieser Vorgang nach einigen Minuten noch einmal wiederholt werden. Bei Psoriasis gilt: Feuchtigkeit, Feuchtigkeit und immer wieder Feuchtigkeit.

Ganz wichtig für die Körperpflege ist auch das Material, aus dem die Kleidung gefertigt ist. Wer an Psoriasis leidet, sollte jede Form von Kunstfasern vermeiden, das betrifft auch Wollpullover mit hohem Polyesteranteil und Strumpfhosen. Die Haut wird durch Kunstfasern zusätzlich gereizt. Die besten Materialien für die Haut sind bei Psoriasis Baumwolle oder Leinen mit hohem Baumwollanteil. Grundsätzlich kann im Winter ruhig ein Wollpullover mit (möglichst geringem!) Polyesteranteil getragen werden, aber der direkte Hautkontakt sollte vermieden werden. Ein langärmeliges Baumwollhemd unter dem Pullover dient hier als „Puffer“.
Kunstfasern sollten nicht nur während eines akuten Schubs vermieden werden, sondern auch in beschwerdefreien Phasen.

10.03.11

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