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„Atemlos durch das Leben“ – 5. Mindener Atemwegstag

Wenn Helene Fischer „Atemlos“ singt, verbindet sie damit heiße Küsse auf der Haut. Bei COPD-Patienten hat „Atemlos“ eine erschreckend andere Bedeutung. Um dieses Krankheitsbild der breiten Bevölkerung bewusst zu machen und das Leben mit der Krankheit den Patienten und den Angehörigen näher zu bringen, veranstaltet die Selbsthilfegruppe COPD Minden den jährlichen Mindener Atemwegstag. Dieser fand am 12. November 2014 bereits zum fünften Mal statt.

Im Jahr 2010 wurde die Selbsthilfegruppe Minden, COPD vor Ort, gegründet. Neben COPD-Patienten besuchen auch Angehörige regelmäßig die Selbsthilfegruppe. Denn häufig stellt die Situation für Familienmitglieder ebenfalls eine große psychische Belastung dar. Tatkräftig unterstützt werden die Betroffenen von heimischen Fachärzten, mit denen die Mindener Selbsthilfegruppe in direktem Kontakt steht. Der leitende Arzt Dr. med. R. Turkiewicz begleitet die Mindener Selbsthilfegruppe bereits im sechsten Jahr mit Rat und Tat.

Auch an der Organisation, Planung und Durchführung des 5. Mindener Atemwegstages war Dr. Turkiewicz zusammen mit der Mindener Selbsthilfegruppe beteiligt. Dieser fand ohne jegliche Unterstützung der Industrie statt. Auch in diesem Jahr gab es verschiedene Informationsstände, die von den zahlreichen Besuchern stark angenommen wurden. Besonders begehrt waren die Stände der Selbsthilfe Kontaktstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Kreis Minden-Lübbecke sowie der COPD Selbsthilfegruppe und des Reha- und Gesundheitssportvereins am Wiehen e. V. Die Möglichkeit, an einem Lungenfunktionstest teilzunehmen, wurde auch sehr gern angenommen.

Um 17 Uhr begann die Vortragsreihe, wie jedes Jahr mit einer Vielfalt an interessanten Themen. Aufgrund der hohen Besucherzahl platzte der Saal aus allen Nähten. Folgende Themen wurden beim 5. Mindener Atemwegstag im Einzelnen von den Referenten honorarfrei behandelt:

  • Organspende und Lungentransplantation: Dr. med. J. Niedermeyer sprach über Organspende und Transplantation. Durch seinen interessanten Vortrag konnte er Unsicherheit und Zweifel bei dem einen oder anderen Zuhörer beseitigen.
  • Wiederbelebungsmaßnahmen/Erste Hilfe: Dr. med. M. Kluth gab eine Auffrischung für Wiederbelebungsmaßnahmen und ermutigte zum Helfen. Besonders den Angehörigen von Atemwegspatienten konnte Dr. Kluth Tipps geben, was zu tun ist, wenn sich der Partner in einer Notsituation befindet.
  • Patientenverfügung: Dr. med. J. Philipps referierte über die Wichtigkeit einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Ein besonders interessanter Aspekt des Vortrags war, was in einer solchen Patientenverfügung unbedingt berücksichtigt werden sollte.
  • Richtig inhalieren: Fachkrankenpfleger Herr Nolting hat Fehler beim Inhalieren erörtert und Tipps für das richtige Inhalieren gegeben.
  • Bronchiektasen: Was sind Bronchiektasen? Wie entstehen sie und wie werden sie behandelt? Dr. med. D.-U. Exler gab Antworten auf diese und andere Fragen.
  • E-Zigaretten, Shisha, Feinstaub und die Atemwege wurden von Dr. med. R. Turkiewicz näher beleuchtet, wobei der verbreitete Irrglauben besonders über das Thema Shisha und E-Zigaretten ausgeräumt werden konnten.

In der Pause wurden kleine Leckereien gereicht, die von den Damen der Selbsthilfegruppe zubereitet und gestiftet wurden. Die anschließende Resonanz von Besuchern und Fachpersonal war, dass es eine gelungene Veranstaltung gewesen sei und man sich bereits auf den Mindener Atemwegstag 2015 freue.

Frank Kühne
COPD Selbsthilfegruppe Minden

Quelle: COPD und Asthma 1/2015

20.05.15

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