Kehlkopfkrebs
20.03.09.
Was ist Kehlkopfkrebs?
Bei Kehlkopfkrebs, fachsprachlich Larynxkarzinom genannt, handelt es sich um eine bösartige Tumorerkrankung des Kehlkopfs (Larynx). Kehlkopfkrebs gehört zur großen Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren und ist der häufigste Tumor im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Der Kehlkopf ist das Organ im Hals, welches Luft- und Speiseweg trennt und an der Stimmbildung beteiligt ist. Kehlkopfkrebs entsteht in rund zwei Dritteln der Fälle im Bereich der Stimmbänder oder in der Schleimhaut, die das Organ auskleidet.
Differenzierung der Kehlkopfkarzinome
Kehlkopfkarzinome werden durch ihre Lage mit Bezug auf den stimmbildenden Apparat (Glottis) unterschieden. Supraglottische Kehlkopftumoren befinden sich oberhalb der Glottis und machen zwischen 30 und 35 % aller Kehlkopftumoren aus. Subglottische Kehlkopftumoren liegen unterhalb der Glottis und sind mit 5 % aller Kehlkopfkrebs-Fälle sehr selten. Es handelt sich häufig um fortgeschrittene glottische Kehlkopftumoren. Glottische Tumoren befinden sich im Bereich der Glottis und sind Tumoren der eigentlichen Stimmbänder. Sie sind mit etwa 60 bis 65 % die häufigsten Larynxkarzinome.
Verbreitung
In der Bundesrepublik Deutschland erkranken laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) jährlich etwa 3.000 Männer und 400 Frauen an Kehlkopfkrebs. Die meisten Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung rund 64 Jahre alt. Hauptrisikofaktoren für Kehlkopfkrebs sind Rauchen und Alkohol. Während die Inzidenz von Kopf-Halstumoren und die Sterblichkeit bei Männern seit Anfang der 1990er Jahre abnimmt, bleiben sie bei Frauen seitdem konstant. Larynxkarzinome sind mit nur etwa 1 % aller Krebserkrankungen relativ selten.
Michaela Sackmann