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Bundesverband begrüßt Ergebnis des Volksentscheids in Bayern zum Nichtraucherschutz

06.07.10.

Nichtraucher

photos.com

Der Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V. begrüßt das Ergebnis des Volksent-scheids am gestrigen Sonntag für eine rauchfreie Gastronomie und ein striktes Rauchver¬bot in öffentlichen Gebäuden Bayerns. Knapp 40 % der Bevölkerung kamen dem Wahlauf¬ruf nach, von denen sich knapp zwei Drittel für einen bestmöglichen Schutz vor Passiv¬rauchen (auch in Bier- und Festzelten, kleinen Bierstuben und Nebenräumen größerer Gaststätten) aussprachen.

„Das ist ein Sieg für alle Personen, die sich eine rauchfreie Umgebung
wünschen. Wir hoffen, dass dies nun aber auch ein Signal für eine
bundesweite einheitliche Lösung dar¬stellt, die längst überfällig ist“, so
Werner Kubitza, Präsident des Bundesverbandes. Be¬sonders die
kehlkopfoperierten Betroffenen wissen aus eigener Erfahrung rauchfreie
Räumlichkeiten aufgrund ihrer Erkrankung zu schätzen. „Für sie hat ihre
Operation ohne¬hin schon gravierende Nachwirkungen, wie etwa die
Verständigung in lauten überfüllten Gaststätten aufgrund ihrer
eingeschränkten stimmlichen Möglichkeit. Wenn dann der Qualm zahlloser Zigaretten den Raum erfüllt, bleibt unseren Betroffenen häufig nichts an¬deres übrig, als direkt das Lokal zu verlassen. Und dies kommt dann schon einer behin¬dertenfeindlichen Ausgrenzung gleich“, so Kubitza.

Nachdem das bayerische Gesundheitsschutzgesetz 2007 einen umfassenden Schutz vor dem öffentlichen Passivrauchen gewährte, dieses jedoch bereits im folgenden Jahr wieder untergraben wurde, gründete sich kurz darauf ein Aktionsbündnis in Bayern mit dem Ziel eines „Volksbegehrens Nichtraucherschutz“, das auch vom Bundesverband der Kehlkopf¬operierten e.V. befürwortet wurde.
„Es ist ein großer Erfolg des Bündnisses, dass nun zum 1. August 2010 ein striktes Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie herrscht. Ich hoffe sehr, dass sich die ande¬ren Bundesländer, insbesondere Nordrhein-Westfalen, daran ein Beispiel nehmen und dem Willen der bayerischen Bevölkerung folgen und auch ´ihren´ Bürgern ein rauchfreies Leben in der Gastronomie ermöglichen werden“, so Kubitza. Aktuell herrscht in Deutsch¬land aufgrund der unterschiedlichen Gesetze in den einzelnen Bundesländern immer noch ein unüberschaubarer Flickenteppich aus überwiegend uneffektiven Regelungen.

Quelle: Bundesverband der Kehlkopfoperierten

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