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Viele Kinderkrankheiten verschlimmern sich in der Nacht

11.09.09.

Kinderkrankheiten Nacht Allergie

shutterstock

Meist aber kein Grund zur Sorge

Viele Kinderkrankheiten verschlimmern sich in der Nacht.
Das ist aber meist kein Grund zu unnötiger Sorge, wie Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte betont: «Eltern müssen sich nicht beunruhigen, wenn ihr Kind um zwei Uhr in der Nacht aufwacht und sich schlechter fühlt als am Tag.» Asthma oder allergische Reaktionen könnten beispielsweise verstärkt in der Nacht auftreten, da das körpereigene Cortisol – das einen gewissen Schutz ausübe – in der Nacht absinke und Histamine anstiegen, die die Empfindlichkeit erhöhten.

Ohrenschmerzen sind laut Niehaus in der Nacht besonders heftig, da sich die Flüssigkeit im Ohr besser ansammeln kann und noch mehr Druck auf das entzündete Gewebe ausübt. Hier könnten Tropfen, Schmerzmittel und ein warmer Waschlappen auf dem Ohr helfen. Auch bei einer verstopften Nase könne das Nasensekret in der Nacht schlechter abfließen. Meerwasserspray oder -tropfen, befeuchteten die Schleimhäute und lösten das Sekret.

«Die Körpertemperatur ist in der Nacht immer etwas höher als tagsüber, das gilt auch bei Fieber», erklärt Niehaus. Steige die Temperatur aber bei Kindern unter drei Monaten über 38 Grad Celsius, sollten Eltern umgehend einen Arzt rufen. Ein Alarmzeichen sei es auch, wenn ein Kind fiebere und zugleich lethargisch wirke, sich übergebe, Durchfall, einen steifen Nacken oder einen ungewöhnlichen Ausschlag habe.

Quelle: Kinderärzte im Netz

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