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Wer als Kind misshandelt wurde, erkrankt später offenbar eher an Leiden wie dem chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) oder Fibromyalgie. Dies ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Universität von Toronto, die im Fachblatt “Journal of Aggression. Maltreatment and Trauma” veröffentlicht wurde.
Die Forscher werteten die Daten von 7.342 Frauen aus, von denen etwa zehn Prozent nach eigenen Angaben in der Kindheit körperlichen Misshandlungen ausgesetzt waren. “Bei diesen Frauen lag das Risiko, CFS oder eine Überempfindlichkeit gegen verschiedene chemische Substanzen zu entwickeln, doppelt so hoch wie bei anderen Frauen”, erklärt die Hauptautorin der Studie, Esme Fuller-Thomson. Das Risiko, an Fibromyalgie zu erkranken, sei um 65 Prozent höher gewesen. Bei den Berechnungen berücksichtigt hätten die Wissenschaftler auch Einflussfaktoren wie andere unangenehme Kindheitserlebnisse, Rasse, Alter, psychische Gesundheit oder den sozioökonomischen Status der Frauen.
Quelle: dapd
29.05.11