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Neuartige biokeramische Knochenschraube für die Medizin

Neuartige biokeramische Knochenschraube für die Medizin

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In Zukunft sollen Knochenschrauben aus einer knochenähnlichen Biokeramik statt der bisher üblichen Metall- oder Kunststoffschrauben zur Behandlung von Kreuzbandrissen dienen. Die neue Schraube soll in ihrer chemischen Zusammensetzung nahezu vollständig dem anorganischen Hauptbestandteil des Knochens, dem Calciumphosphat, entsprechen.

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Sie wird durch ein Pulver-Spritzgießverfahren hergestellt. Wissenschaftler der Universität Bremen und des Fraunhofer-Insituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM haben gemeinsam mit ihren Teams die biokeramische Knochenschraube entwickelt und erfolgreich erprobt. Die knochenähnliche Zusammensetzung soll eine biologisch optimale Integration der Schraube in den Knochen bewirken. Der Knochen ist dadurch in der Lage, die Schraube zu resorbieren, also durch körpereigene biologische Prozesse auf natürliche Weise aufzulösen.

Das dabei freigesetzte Calcium kann direkt in den neuentstehenden Knochen integriert werden und beschleunigt sogar den Heilungsverlauf. Zudem entfällt die notwendige Folgeoperation zur Entfernung der bisher verwendeten Metallschrauben. In den ersten Tests der Prototypenserie konnte nachgewiesen werden, dass die neue Knochenschraube die medizinischen, biologischen und mechanischen Anforderungen erfüllt. Für die Entwicklung der biokeramischen Knochenschraube haben Professor Kurosch Rezwan und seine Projektpartner jetzt den Bernd-Artin Wessels-Preis der Bremer “unifreunde” erhalten.

Quelle: Medical Press

14.12.11

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