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Kopfkissen: Alptraum statt süße Träume

Kriterien für Kopfkissen: Antiallergisch und waschbar

Mariusz Szachowski / Shutterstock

Antiallergisch und waschbar – Kriterien nach denen sich viele Verbraucher für Kopfkissen mit Kunststofffüllung entscheiden. ÖKO-Test hat Kopfkissen mit Polyesterfüllung von 19 verschiedenen Anbietern untersucht. Die Testergebnisse hinterlassen einige Bedenken.

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In allen getesteten Kissen findet sich Antimon: ein giftiges Spurenelement, das bei der Herstellung von Polyester eingesetzt wird. Es reizt Haut und Schleimhäute und belastet zudem noch die Abwässer stark. Ebenfalls schlecht für die Umwelt, und nur gut für den schönen Schein, sind optische Aufheller. Lediglich einer von 19 Anbietern verzichtet auf ihren Einsatz.

Zweifelhaft ist die Ausrüstungen von Textilien mit antimikrobiellen Wirkstoffen. Insbesondere, wenn es sich um waschbare Produkte handelt. Bei fast allen Anbietern sind zinnorganische Verbindungen nachweisbar. Laut einer Empfehlung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sollen diese Chemikalien jedoch nicht in Textilien mit direktem Hautkontakt verwendet werden, da sie hochgiftig sind.

Die in zwei Kissen ausgemachten halogenorganischen Verbindungen können Allergien auslösen. Außerdem stehen sie in Verdacht, die Antibiotikaresistenz von Bakterien zu fördern. Auch Silber findet seinen Einsatz im Kampf gegen die Mikroben und werbewirksam in einigen Kopfkissen. Die zunehmende Verwendung in Alltagstextilien droht jedoch, seinen medizinischen Nutzen zu untergraben. Es besteht die Gefahr, dass sich mit der Zeit silberresistente Bakterienstämme bilden. Darüber hinaus sind die Auswirkungen, insbesondere von Nanosilber auf die Gesundheit noch unklar.

Weniger ist mehr! Dieser Ansicht ist auch Julia Hurras vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Freiburg: “Bei gesunden Menschen gibt es keinen vernünftigen Grund, antimikrobiell wirkende Substanzen im Haushalt einzusetzen, da kein über die üblichen Hygienemaßnahmen hinausgehender Nutzen erreicht wird”.

Die gute Nachricht: Insgesamt fällt die Bewertung positiv aus. Fünf Anbietern kann die Bestnote ‘sehr gut’ verliehen werden, und nur drei erhalten je das Testurteil ‘ausreichend’, ‘mangelhaft’ bzw. ‘ungenügend’.

Quelle: Medical Press

06.10.11

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