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Alles über Kosten

1. Maßeinheiten für Behinderung

Im deutschen Sozialgesetzbuch gibt es für das Maß einer körperlichen Beeinträchtigung zwei verschiedene Begriffe: die „Minderung der Erwerbsfähigkeit“ (MdE) und den „Grad der Behinderung“, kurz GdB. Anhand einer Tabelle wird hier jeweils beziffert, wie hoch das Gesamtmaß der Behinderung ist. Je nach Höhe kann der Betroffene verschiedene Vergünstigungen und Rechte beanspruchen.

2. Was ändert sich zum 1. Januar 2008 - Neue Chroniker-Regelung und mehr

Zum 1. Januar wird die neue Chroniker-Richtline wirksam. Wer chronisch erkrankt und deshalb bei den Zuzahlungen von der halbierten Belastungsgrenze (1% statt 2% der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt) profitieren will, muss künftig nachweisen, dass er sich vor der Erkrankung über die relevanten Vorsorgeuntersuchungen hat beraten lassen.

3. Keine Unterschiede für gesetzlich und privat Versicherte mit Diabetes Typ 2

Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus werden von Hausärzten ausreichend mit Insulin und Medikamenten gegen zu hohen Blutzucker behandelt. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Dies zeigt eine deutsche Langzeitstudie zur Versorgungsqualität von Patienten mit Diabetes Typ 2.

4. Über therapiegerechtes Verhalten können Patient und Arzt nur gemeinsam entscheiden

Eine Bescheinigung des Arztes wird künftig darüber Auskunft geben, dass sich Arzt und Patient über die weitere Therapie verständigt haben und ein vom Gesetzgeber gefordertes therapiegerechtes Verhalten des Patienten vorliegt. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Köln.

5. Krankenkassen geizen mit Insulinpumpen

Diabetes-Ärzte und Patienten werfen den Krankenkassen vor, eine effektive Behandlung der Zuckerkrankheit mit einer Insulinpumpe unnötig zu erschweren. Die Pumpe, ein halbautomatisches System zur kontinuierlichen Gabe von Insulin, kann verordnet werden, wenn sich der Diabetes mit der üblichen Spritzenbehandlung nicht ausreichend einstellen lässt.

6. Kleine Unternehmen investieren kaum in Mitarbeitergesundheit

Geht es um den Standort Deutschland, fallen vor allem die Stichworte Lohnniveau und Bürokratie. Doch viele Unternehmen investieren noch immer oder inzwischen wieder in Deutschland, weil sie vor allem die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter schätzen, die für eine hohe Produktivität und Produktqualität stehen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werden aber eben diese qualifizierten Beschäftigten künftig ein knappes Gut.

7. AWMF-Leitlinienkonferenz tagt in der Kammer

Im Zentrum der Konferenz stand die Kosten-Nutzen-Bilanz von Leitlinien. Beleuchtet wurden die Grenzen und Möglichkeiten einer ökonomischen Bewertung der Leitlinienentwicklung. Gefragt wurde auch, ob sich die Methoden der Evidenzbasierung und eine gesundheitsökonomische Bewertung ausschließen.

8. Langwirksame Insulinanaloga - IQWiG will weitere Daten prüfen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) will weitere Daten zum Patientennutzen langwirksamer Insulinanaloga zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 prüfen. Dies ist das Ergebnis der wissenschaftlichen Erörterung zu dem vorläufigen Prüfbericht des IQWiG. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob synthetisch hergestellte Insuline eine erhöhte Anwendungssicherheit haben, weil sie Unterzuckerung (Hypoglykämien) bei Patienten vermeiden helfen.

9. Patientenorganisation kritisiert G-BA-Entscheidung

Der Vorstand des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) kritisiert den am 22. Februar 2008 verkündeten Vorschlag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zum Umgang mit Analoginsulinen für Typ 1 Diabetiker. Die modernen Insuline, die den Betroffenen Therapiefreiheit für einen ungestörten Tagesablauf gewähren und deshalb längst internationaler Standard sind, sollen nur noch den Patienten verschrieben werden, die sie derzeit einsetzen.

10. Volkskrankheiten wie Diabetes auch in Zukunft angemessen versorgen

Erkranken Menschen an Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2, müssen sie umfassend medizinisch betreut werden, um schwere Folgeerkrankungen zu verhindern. Fraglich ist jedoch, ob das deutsche Gesundheitssystem diese kostenintensive Betreuung weiterhin leisten kann. Mehr als sechs Millionen Frauen und Männer sind zurzeit an Diabetes erkrankt.

11. Ärzte warnen: Immense Folgekosten durch Adipositas

Die Fettleibigkeit hat in den entwickelten Industriestaaten epidemische Ausmaße angenommen. Schon jetzt ist gut die Hälfte der Deutschen übergewichtig, jeder fünfte Bundesbürger gilt sogar als stark übergewichtig (adipös). Darauf wiesen Experten auf dem 31. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Berlin hin. "Übergewicht und Adipositas steigen nach wie vor an. International liegt Deutschland dabei durchaus in der Spitzengruppe", sagte Prof. Dr. Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer. Zu erklären sei diese Entwicklung mit unserem Lebensstil, dem Bewegungsmangel in Beruf und Freizeit sowie einer Über- und Fehlernährung. Die durch Adipositas hervorgerufenen Kosten lägen bei sechs Prozent aller Krankheitskosten und betrügen etwa 15 bis 20 Milliarden Euro pro Jahr, so Schulze.

12. Protest erfolgreich: Therapieerhalt für Kinder mit Diabetes

Die gesundheitspolitischen Entscheidungsträger haben sich – zumindest teilweise – für die Interessen von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 entschieden: Das Bundesgesundheitsministerium wird in den nächsten Tagen ein Veto gegen den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Februar 2008 verkünden.

13. Diabetes frühzeitig erkennen

Menschen, die sich nur wenig bewegen und unter Übergewicht leiden, sollten ihren Arzt in der nächsten Sprechstunde darum bitten, den Blutzuckerwert zu überprüfen. Zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels genügt schon ein Tropfen Blut. Diese Laboruntersuchung ist Bestandteil des Check-up 35, den die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre ihren Versicherten kostenlos anbieten, die das 35. Lebensjahr vollendet haben.

14. Statement des DDB-Bundesvorsitzenden Heinz Windisch: Du bist Deutschland – auch mit Diabetes

Alltäglich hören und sehen wir mehrmals im deutschen Fernsehen: „Du zeigst uns, dass es nie den falschen, sondern nur den richtigen Zeitpunkt gibt, dich zu bekommen. Du bist Deutschland!“ Dieser Spot meint Kinderfreundlichkeit und verspottet alle Kinder, die entweder schon mit der chronischen Erkrankung Diabetes mellitus Typ-1 zur Welt kommen, oder sie bereits in sehr jungen Jahren bekommen.

15. VFA: „Bei zuckerkranken Kindern wird optimale Therapie zur Ausnahme“

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), der über die Erstattungsfähigkeit von Medikamenten entscheidet, hat beschlossen, dass künftig Kindern mit Diabetes sofortwirksame Insuline nicht mehr regelhaft auf Kassenrezept verordnet werden dürfen. Eine heftig kritisierte Empfehlung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gab für diese Entscheidung den Ausschlag.

16. Rückschritt in der Therapie?: Folgen des G-BA-Beschlusses für Patienten mit Typ 1 Diabetes in Deutschland

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 21.02.2008 beschlossen, dass kurzwirksame Insulin-Analoga nicht mehr erstattungsfähig sein sollen für die Therapie des Diabetes Typ 1. Dieses Ergebnis wurde in einer Pressekonferenz tags darauf bekannt gegeben. Die Schärfe der dort gemachten Aussagen macht deutlich, dass der vielerorts geäußerte Widerstand gegen den Beschluss offenbar politische Wirkung zeigt.

17. Amputationen lösen die Probleme nicht

Nach Meinung von Dr. Wolfram Wenz löst die Amputation von Gliedmaßnahmen das Fuß-Problem von Diabetikern und auch bei älteren Menschen nicht. Im Gegenteil sei die erste Amputation eines Gliedes oft der Anfang vom Ende.

18. Kasse muss zahlen, wenn Wirksamkeit belegt ist

Die Krankenversicherungen müssen in bestimmten Fällen auch dann die Kosten für ein Arzneimittel tragen, wenn es außerhalb seines therapeutischen Zulassungsgebietes eingesetzt wird („Off-Label-Use“). Das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen hat entschieden, dass die Kasse die Kosten bei Off-Label-Use zu tragen hat, wenn die Wirksamkeit des Arzneimittels wissenschaftlich belegt ist (Az.: L 5 KR 144/03).

19. Vorbeugen lohnt sich: Impfung halbiert die Zahl der Grippe-Toten bei Diabetikern

Wer an Diabetes leidet, sollte die jährliche Grippe-Impfung nicht versäumen. Dies schlussfolgern die Autoren einer holländischen Studie, in der der Nutzen der Impfung für Menschen mit Diabetes genauer unter die Lupe genommen wurde: Sie verhinderte während einer Grippeepidemie bei Patienten mit Diabetes mehr als die Hälfte aller Krankheits-Komplikationen, Krankenhauseinweisungen und Todesfälle.

20. Telefon-Hotline informiert über neue Zuständigkeiten - Kommunen in NRW sind ab Januar 2008 Ansprechpartner der Menschen mit Behinderung

„Ab dem 2. Januar 2008 wird eine Hotline alle Bürgerinnen und Bürger über die neuen kommunalen Behördenzuständigkeiten informieren, die sich nach Auflösung der Versorgungsverwaltung ergeben. Zukünftig sind die Kreise und kreisfreien Städte u.a. für das Schwerbehindertenrecht zuständig.

21. Computersimulation: Keine Kosteneinsparung durch Vorbeugung und Früherkennung von Diabetes

Vorbeugung und Früherkennung des Diabetes mellitus führen nur selten zu Einsparungen im Gesundheitswesen. In der Regel haben sie sogar steigende Kosten zur Folge. Computersimulationen können zeigen, wo medizinische Maßnahmen sinnvoll und kostensparend sind. Diese werden jedoch von Entscheidungsträgern aus Politik und Verbänden wenig beachtet. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft anhand einer aktuellen Studie hin.

22. Zu süße Schwangere - Immer häufiger: Übergewicht verursacht bei werdenden Müttern Diabetes

Etwa drei bis fünf Prozent aller Frauen entwickeln während der Schwangerschaft einen Diabetes - Tendenz steigend. "Gestationsdiabetes ist heute eine der häufigsten Komplikationen bei werdenden Müttern", bestätigt Privatdozentin Dr. Ute Schäfer-Graf.

23. Persönliches Budget gilt ab 2008 auch in der gesetzlichen Unfallversicherung

Das Persönliche Budget wird zum 1. Januar 2008 auch in der gesetzlichen Unfallversicherung eingeführt. Auf Antrag können Versicherte dann statt einer Sachleistung zur Rehabilitation eine Geldleistung erhalten, mit der sie ihre Unterstützung selbst bezahlen. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin hin.

24. Kinder und Jugendliche mit Diabetes fordern Hilfe vom Europäischen Parlament

Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus aus 18 europäischen Staaten forderten das Europäische Parlament in Straßburg auf, ihr Recht auf Unterstützung beim Schulbesuch einheitlich umzusetzen. Anlass war der Weltdiabetestag, der jedes Jahr am 14. November stattfindet. Nach Angaben der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) sind in Deutschland etwa 25 000 Kinder und Jugendliche an Diabetes erkrankt.

25. Buchtipp Mensch bleiben

Als Arzt Mensch zu bleiben und auch im Patienten stets den Menschen zu sehen, ist für Dietrich Grönemeyer eine der größten Herausforderungen der modernen Medizin. Er glaubt daran, dass eine an neuesten Forschungsergebnissen, modernsten technischen Errungenschaften und gleichzeitig am Patienten orientierte Medizin möglich ist. Treffsicher beschreibt er Phänomene, die nicht nur auf dem medizinischen Sektor zu beobachten sind, aber hier besonders eklatant zutage treten und sehr schwerwiegende Folgen haben können: Kostenfixierung, Jugendwahn, Einzelkämpfertum und Innovationsangst. Dietrich Grönemeyer präsentiert keine fertige Komplettlösung, sondern appelliert an die Verantwortlichen sowie uns alle, vieles in unserem Gesundheitssystem zu überdenken und sich für eine menschlichere Medizin stark zu machen. Wie so oft kann dabei ein Blick über den Tellerrand, beispielsweise auf völlig anders funktionierende Medizinsysteme wie das indische oder chinesische, wohltuend sein.

26. Diabetiker haben nicht mehr Unfälle als Nicht-Diabetiker

Untersuchung widerlegt bisherige Einschätzung: Bei der Unfallhäufigkeit von Diabetikern und Nicht-Diabetikern in gewerblichen Berufen ist kein signifikanter Unterschied festzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt die bisher größte Vergleichsstudie von Unfalldaten der beiden Gruppen,

27. Zum Beschluss des GBa zu Insulinanaloga bei Diabetes Typ I erklärt Ulla Schmidt

1. Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Erstattungsfähigkeit von Analoginsulin für sog. Typ I Diabetiker liegt dem BMG seit 10. März vor. Es wird sorgfältig geprüft, ob er den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

28. Genehmigt? Leben mit der Insulinpumpe

»Patienten tragen ihre Insulinpumpe nicht, weil sie diese chic finden, sondern weil sie Vorteile hat.« Das sagte Dr. med. Jens Kröger, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe am Diabeteszentrum Hamburg Bergedorf. Durch die Pumpentherapie könne der natürliche Insulinbedarf des Körpers am besten nachgeahmt werden.

29. Steuern sparen wegen Diabetes - Für zuckerkranke Kinder gibt es einen Steuerfreibetrag

Bei der Einkommenssteuererklärung kann für ein Kind mit Typ-1-Diabetes ein Steuerfreibetrag in Höhe von 3700 Euro geltend gemacht werden. Dafür muss das Versorgungsamt dem Kind das "Merkzeichen H" bescheinigen, das "in der Regel bis zum 16. Lebensjahr gewährt (wird), in Ausnahmefällen auch bis zum vollendeten 18. Lebensjahr"

30. Zehn Fragen - zehn Antworten zum Thema IGeL: Neue Patientenbroschüre der Bundesärztekammer

Wer sich vor einer Fernreise vorbeugend impfen lassen möchte oder vor Aufnahme einer neuen Sportart auf seine Tauglichkeit untersuchen lässt, beansprucht Individuelle Gesundheitsleistungen, kurz "IGeL". Diese Leistungen bezahlen die Krankenkassen nicht, die Kosten müssen die Patienten selbst tragen.

31. Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom im Krankenhaus künftig nur noch unter bestimmten Umständen Kassenleistung

Für die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms (DFS) ist die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) im Krankenhaus künftig nur unter ganz bestimmten Umständen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnungsfähig. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Siegburg beschlossen.

32. Diabetiker: Bloß keine Schuldgefühle

Diabetesschulungen helfen nicht nur bei der Einstellung des Blutzuckers. Sie unterstützen die Patienten auch bei Schwierigkeiten im Alltag, die sich häufig mit der Diagnose Typ-2-Diabetes einstellen.

33. Langwirksame Insulinanaloga bei Typ-2-Diabetes: Vorbericht erschienen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 28. März 2008 die vorläufigen Ergebnisse der Nutzenbewertung von langwirksamen Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 veröffentlicht. Damit beginnt eine Frist von vier Wochen, in der interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen abgeben können.

34. DDB unterstützt demonstrierende Kinder

"Euer Protestmarsch durch Sturm und Regen soll nicht umsonst gewesen sein, wir werden euch nach besten Kräften unterstützen", versprach Heinz Windisch, Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB), den Kindern, Jugendlichen und deren Eltern, nachdem sie sich am 13. März vor dem Haus der Bundespressekonferenz in Berlin versammelt hatten. Der DDB ist der Interessenvertreter der Diabetiker in Deutschland.

36. Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! zeichnet Schulungsprogramm für stark übergewichtige Erwachsene aus

M.O.B.I.L.I.S. wurde aktuell mit dem Gesundheitspreis 2006 der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! ausgezeichnet. Verliehen wird der mit 25.000 Euro dotierte Preis für herausragende Leistungen im deutschen Gesundheitswesen, die sich dem Problemfeld Metabolisches Syndrom widmen. Konzeption und nachgewiesene Erfolge des bundesweit einmaligen Programms der Uniklinik Freiburg und der Deutschen Sporthochschule Köln überzeugten die Exper-tenjury der Stiftung. Die M.O.B.I.L.I.S.-Initiatoren, Professor Dr. Aloys Berg aus Freiburg und Professor Dr. Hans-Georg Predel aus Köln, nahmen die hochrangige Auszeichnung in Baierbrunn bei München entgegen.

37. Diabetologen beschlossen den Aufbau einer Nationalen Datenbank

Auf der 41. Jahrestagung der Deutschen Diabetesgesellschaft in Leipzig mit rund 7.000 Teilnehmern wurde der Aufbau einer Nationalen Datenbank beschlossen, um das Ausmaß von Erkrankungen an Diabetes Mellitus zu erfassen. “Dies ist ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz – ein Anliegen, das sich die Kongressorganisatoren auf ihre Fahnen geschrieben hatten.”, resümiert Prof. Dr. Wieland Kiess, Tagungspräsident und Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche der Universität Leipzig. “Dabei geht es keineswegs nur um Zahlen.

38. DMP – Das Disease Management-Program

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Krankheits-Verwaltungs- Programm“. Es wurde entwickelt um die Behandlung von ausgewählten chronischen Erkrankungen qualitativ zu verbessern und die Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten, Reha-Einrichtungen und sonstigen medizinische Institutionen aufeinander abzustimmen.

39. Typ-2-Diabetes - eine Frage des Lebensstils

Bereits heute schätzen Experten Diabetes als die teuerste chronische Erkrankung ein. „Von den Kosten werden fast 80 % für die Behandlung der im Prinzip weitgehend vermeidbaren Komplikationen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nieren- und Augenerkrankungen ausgegeben“, so Prof. Dr. Hans Hauner vom Klinikum rechts der Isar in München und Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

40. Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung bei neuen Behandlungsmethoden - „Bioresonanztherapie“

Einem Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung, für dessen lebensbedrohliche Krankheit eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Behandlung nicht zur Verfügung steht, darf nicht von der Leistung einer von ihm gewählten, ärztlich angewandten Behandlungsmethode (z. B. Bioresonanztherapie) ausgeschlossen werden, wenn eine nicht entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder eine spürbar positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht. Damit hat das Bundesverfassungsgericht erstmals die Leistungspflicht von gesetzlichen Krankenversicherungen unter bestimmten Voraussetzungen auch für Leistungen festgestellt, die medizinisch nicht anerkannt sind

41. ISPAD 2007: Initiativen für Kinder mit Diabetes

Die Anzahl der Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 wächst weltweit. Studien zeigen, dass betroffene Kinder eine höhere Sterblichkeitsrate haben. Außerdem haben 50 % von ihnen zwölf Jahre nach der Diabetesdiagnose Folge- und Begleiterkrankungen – diese Folgen könnten verhindert werden, wenn Erkrankte von Beginn an eine gute ärztliche Versorgung, ausreichend Diabetes-Schulungen und auch psychologische Unterstützung erhielten.

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