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Alles über Krankenkassen

1. Zehn Fragen - zehn Antworten zum Thema IGeL: Neue Patientenbroschüre der Bundesärztekammer

Wer sich vor einer Fernreise vorbeugend impfen lassen möchte oder vor Aufnahme einer neuen Sportart auf seine Tauglichkeit untersuchen lässt, beansprucht Individuelle Gesundheitsleistungen, kurz "IGeL". Diese Leistungen bezahlen die Krankenkassen nicht, die Kosten müssen die Patienten selbst tragen.

2. Über therapiegerechtes Verhalten können Patient und Arzt nur gemeinsam entscheiden

Eine Bescheinigung des Arztes wird künftig darüber Auskunft geben, dass sich Arzt und Patient über die weitere Therapie verständigt haben und ein vom Gesetzgeber gefordertes therapiegerechtes Verhalten des Patienten vorliegt. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Köln.

3. Zu wenige nutzen den Check-up 35

Ab dem 35. Lebensjahr steht jedem gesetzlich Krankenversicherten alle zwei Jahre der kostenlose Check-up 35 zu. Viele spüren in diesem Alter aber noch keinerlei Gesundheitsprobleme und lassen ihren Anspruch ungenutzt. Dabei erleben erfahrene Hausärzte auch bei jungen Patienten immer wieder Überraschungen, wie erhöhte Cholesterin- oder Blutdruckwerte:

4. Krankenkassen geizen mit Insulinpumpen

Diabetes-Ärzte und Patienten werfen den Krankenkassen vor, eine effektive Behandlung der Zuckerkrankheit mit einer Insulinpumpe unnötig zu erschweren. Die Pumpe, ein halbautomatisches System zur kontinuierlichen Gabe von Insulin, kann verordnet werden, wenn sich der Diabetes mit der üblichen Spritzenbehandlung nicht ausreichend einstellen lässt.

5. Fußpflege für Diabetiker auf Rezept

Wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, kann der Arzt professionelle Fußpflege verordnen. Diese können aber nur "medizinische Fußpfleger", auch "Podologen" genannt, vornehmen, erklärt Mechthild Geismann.

6. Caspers-Merk: Hausarztmodell läuft gut an

Positive Bilanz nach den ersten Erfahrungen zieht die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merk: „Die uns vorliegenden Zahlen zeigen: Mit der Gesundheitsreform haben wir die Weichen für die hausarztzentrierte Versorgung richtig gestellt. Die hausärztliche Versorgung läuft gut an. Fast 6 Mio. Versicherte nehmen an der von ihrer Krankenkasse angebotenen spezifischen hausärztlichen Versorgung teil.

7. Patientenorganisation kritisiert G-BA-Entscheidung

Der Vorstand des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) kritisiert den am 22. Februar 2008 verkündeten Vorschlag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zum Umgang mit Analoginsulinen für Typ 1 Diabetiker. Die modernen Insuline, die den Betroffenen Therapiefreiheit für einen ungestörten Tagesablauf gewähren und deshalb längst internationaler Standard sind, sollen nur noch den Patienten verschrieben werden, die sie derzeit einsetzen.

8. Diabetes frühzeitig erkennen

Menschen, die sich nur wenig bewegen und unter Übergewicht leiden, sollten ihren Arzt in der nächsten Sprechstunde darum bitten, den Blutzuckerwert zu überprüfen. Zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels genügt schon ein Tropfen Blut. Diese Laboruntersuchung ist Bestandteil des Check-up 35, den die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre ihren Versicherten kostenlos anbieten, die das 35. Lebensjahr vollendet haben.

9. Protest erfolgreich: Therapieerhalt für Kinder mit Diabetes

Die gesundheitspolitischen Entscheidungsträger haben sich – zumindest teilweise – für die Interessen von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 entschieden: Das Bundesgesundheitsministerium wird in den nächsten Tagen ein Veto gegen den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Februar 2008 verkünden.

10. Akupunktur: Feine Nadeln, starke Wirkung

Die (fast) gute Nachricht vorab: Nach jahrelangem Ringen und mehrfacher Verschiebung entschied der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im April 2006, dass gesetzlich Versicherte ab sofort einen Anspruch auf Kostenübernahme einer Akupunkturbehandlung haben. Allerdings ist die Erstattung ausdrücklich nur für die Indikation chronischer Schmerz im Rücken oder der Knie beschränkt - und zwar von Ärzten mit Zusatzausbildung als Teil einer umfassenden Schmerztherapie. Patienten mit Kopfschmerzen, Hüft- oder Ellbogenbeschwerden müssen die Nadeltherapie dagegen selbst zahlen.

11. Gemeinsamer Bundesausschuss vereinfacht die Dokumentation von Disease-Management Programmen

Im Zuge seiner Bemühungen um den Bürokratieabbau in der ärztlichen Versorgung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Dokumentations- anforderungen von Disease-Management- Programmen (DMP) vereinfacht.

12. Rückschritt in der Therapie?: Folgen des G-BA-Beschlusses für Patienten mit Typ 1 Diabetes in Deutschland

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 21.02.2008 beschlossen, dass kurzwirksame Insulin-Analoga nicht mehr erstattungsfähig sein sollen für die Therapie des Diabetes Typ 1. Dieses Ergebnis wurde in einer Pressekonferenz tags darauf bekannt gegeben. Die Schärfe der dort gemachten Aussagen macht deutlich, dass der vielerorts geäußerte Widerstand gegen den Beschluss offenbar politische Wirkung zeigt.

13. Statement des DDB-Bundesvorsitzenden Heinz Windisch: Du bist Deutschland – auch mit Diabetes

Alltäglich hören und sehen wir mehrmals im deutschen Fernsehen: „Du zeigst uns, dass es nie den falschen, sondern nur den richtigen Zeitpunkt gibt, dich zu bekommen. Du bist Deutschland!“ Dieser Spot meint Kinderfreundlichkeit und verspottet alle Kinder, die entweder schon mit der chronischen Erkrankung Diabetes mellitus Typ-1 zur Welt kommen, oder sie bereits in sehr jungen Jahren bekommen.

14. Kasse muss zahlen, wenn Wirksamkeit belegt ist

Die Krankenversicherungen müssen in bestimmten Fällen auch dann die Kosten für ein Arzneimittel tragen, wenn es außerhalb seines therapeutischen Zulassungsgebietes eingesetzt wird („Off-Label-Use“). Das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen hat entschieden, dass die Kasse die Kosten bei Off-Label-Use zu tragen hat, wenn die Wirksamkeit des Arzneimittels wissenschaftlich belegt ist (Az.: L 5 KR 144/03).

15. Elektronische Gesundheitskarte wird in acht Bundesländern erprobt

Mit einhelliger Zustimmung der Länder hat das Bundesministerium für Gesundheit festgelegt, in welchen Ländern und Regionen Feldtests mit der elektronischen Gesundheitskarte starten sollen. Es sind: Baden- Württemberg (Heilbronn), Bayern (Ingolstadt), Bremen (Bremen), Niedersachsen (Wolfsburg), Nordrhein-Westfalen (Bochum/Essen), Rheinland-Pfalz (Trier), Sachsen (Löbau/ Zittau) und Schleswig-Holstein (Flensburg).

16. Vorbeugen lohnt sich: Impfung halbiert die Zahl der Grippe-Toten bei Diabetikern

Wer an Diabetes leidet, sollte die jährliche Grippe-Impfung nicht versäumen. Dies schlussfolgern die Autoren einer holländischen Studie, in der der Nutzen der Impfung für Menschen mit Diabetes genauer unter die Lupe genommen wurde: Sie verhinderte während einer Grippeepidemie bei Patienten mit Diabetes mehr als die Hälfte aller Krankheits-Komplikationen, Krankenhauseinweisungen und Todesfälle.

17. Studie: Patienten mit schlechtem Gesundheitszustand gehen seltener zum Arzt

Gütersloh – Patienten mit schlechtem Gesundheitszustand gehen seit Einführung der Praxisgebühr seltener zum Arzt. Das verdeutlicht der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung. Im Vergleich zum Durchschnitt haben die Befragten, die ihren Gesundheitszustand als „schlecht“ bezeichnen, die Häufigkeit ihrer Arztbesuche am stärksten reduziert: Von 2003 bis 2005 sank die Zahl um rund ein Drittel, von durchschnittlich 23 Besuchen auf 16. „Hier besteht die Gefahr, dass die Patienten auch auf wichtige Arztbesuche verzichten“, sagt Jan Böcken von der Bertelsmann Stiftung.

18. Persönliches Budget gilt ab 2008 auch in der gesetzlichen Unfallversicherung

Das Persönliche Budget wird zum 1. Januar 2008 auch in der gesetzlichen Unfallversicherung eingeführt. Auf Antrag können Versicherte dann statt einer Sachleistung zur Rehabilitation eine Geldleistung erhalten, mit der sie ihre Unterstützung selbst bezahlen. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin hin.

19. Diabetiker haben nicht mehr Unfälle als Nicht-Diabetiker

Untersuchung widerlegt bisherige Einschätzung: Bei der Unfallhäufigkeit von Diabetikern und Nicht-Diabetikern in gewerblichen Berufen ist kein signifikanter Unterschied festzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt die bisher größte Vergleichsstudie von Unfalldaten der beiden Gruppen,

20. Zum Beschluss des GBa zu Insulinanaloga bei Diabetes Typ I erklärt Ulla Schmidt

1. Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zur Erstattungsfähigkeit von Analoginsulin für sog. Typ I Diabetiker liegt dem BMG seit 10. März vor. Es wird sorgfältig geprüft, ob er den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

21. Genehmigt? Leben mit der Insulinpumpe

»Patienten tragen ihre Insulinpumpe nicht, weil sie diese chic finden, sondern weil sie Vorteile hat.« Das sagte Dr. med. Jens Kröger, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe am Diabeteszentrum Hamburg Bergedorf. Durch die Pumpentherapie könne der natürliche Insulinbedarf des Körpers am besten nachgeahmt werden.

22. ELSID-Studie: Diabetiker im DMP leben länger

Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die an einem strukturierten Behandlungsprogramm teilnehmen, gibt es deutlich weniger Todesfälle als bei Patienten, die nicht in ein solches Programm eingeschrieben sind. Das belegen Ergebnisse der bundesweit ersten kontrollierten Studie zum Vergleich zwischen DMP-Teilnehmern und Patienten in der Regelversorgung.

23. Diabetiker: Bloß keine Schuldgefühle

Diabetesschulungen helfen nicht nur bei der Einstellung des Blutzuckers. Sie unterstützen die Patienten auch bei Schwierigkeiten im Alltag, die sich häufig mit der Diagnose Typ-2-Diabetes einstellen.

24. Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! zeichnet Schulungsprogramm für stark übergewichtige Erwachsene aus

M.O.B.I.L.I.S. wurde aktuell mit dem Gesundheitspreis 2006 der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! ausgezeichnet. Verliehen wird der mit 25.000 Euro dotierte Preis für herausragende Leistungen im deutschen Gesundheitswesen, die sich dem Problemfeld Metabolisches Syndrom widmen. Konzeption und nachgewiesene Erfolge des bundesweit einmaligen Programms der Uniklinik Freiburg und der Deutschen Sporthochschule Köln überzeugten die Exper-tenjury der Stiftung. Die M.O.B.I.L.I.S.-Initiatoren, Professor Dr. Aloys Berg aus Freiburg und Professor Dr. Hans-Georg Predel aus Köln, nahmen die hochrangige Auszeichnung in Baierbrunn bei München entgegen.

25. Was ändert sich zum 1. Januar 2008 - Neue Chroniker-Regelung und mehr

Zum 1. Januar wird die neue Chroniker-Richtline wirksam. Wer chronisch erkrankt und deshalb bei den Zuzahlungen von der halbierten Belastungsgrenze (1% statt 2% der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt) profitieren will, muss künftig nachweisen, dass er sich vor der Erkrankung über die relevanten Vorsorgeuntersuchungen hat beraten lassen.

26. DMP – Das Disease Management-Program

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Krankheits-Verwaltungs- Programm“. Es wurde entwickelt um die Behandlung von ausgewählten chronischen Erkrankungen qualitativ zu verbessern und die Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten, Reha-Einrichtungen und sonstigen medizinische Institutionen aufeinander abzustimmen.

27. Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung bei neuen Behandlungsmethoden - „Bioresonanztherapie“

Einem Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung, für dessen lebensbedrohliche Krankheit eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Behandlung nicht zur Verfügung steht, darf nicht von der Leistung einer von ihm gewählten, ärztlich angewandten Behandlungsmethode (z. B. Bioresonanztherapie) ausgeschlossen werden, wenn eine nicht entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder eine spürbar positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht. Damit hat das Bundesverfassungsgericht erstmals die Leistungspflicht von gesetzlichen Krankenversicherungen unter bestimmten Voraussetzungen auch für Leistungen festgestellt, die medizinisch nicht anerkannt sind

28. Vorsorge ist wichtig – auch für Männer

Viele Männer sind Vorsorgemuffel. Dabei ist die Chance auf Heilung einer Krankheit umso größer, je früher sie erkannt wird. "Ein Teil der Darmkrebstodesfälle in Deutschland etwa könnte verhindert werden, wenn die Betroffenen rechtzeitig zur Vorsorge gingen", sagt Dr. Katja Matthias

29. Keine Unterschiede für gesetzlich und privat Versicherte mit Diabetes Typ 2

Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus werden von Hausärzten ausreichend mit Insulin und Medikamenten gegen zu hohen Blutzucker behandelt. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Dies zeigt eine deutsche Langzeitstudie zur Versorgungsqualität von Patienten mit Diabetes Typ 2.

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