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Die Diagnose Hautkrebs kann unterschiedliche Krebserkrankungen der Haut beinhalten. Hauptsächlich werden der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) und der helle Hautkrebs voneinander abgegrenzt. Aufgrund dieser Verschiedenheit der Erscheinungsformen kann eine Behandlung für den Betroffenen in spezialisierten Hauttumorzentren entscheidend sein. Dort arbeiten u. a. Experten aus den vielfältigen Fachrichtungen zusammen.
Denn damit Krebspatienten die bestmögliche, an den Leitlinien und der wissenschaftlichen Forschung orientierte Behandlung erhalten können, zertifiziert die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) sog. Krebszentren. Das sind spezielle Kliniken, die bestimmten Kriterien der DKG und der medizinischen Fachgesellschaften entsprechen müssen, um zertifiziert zu werden. Die Erfüllung dieser Kriterien wird von dem unabhängigen Institut OnkoZert im Auftrag der DKG erfasst und jährlich überprüft. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Zusammenarbeit aller Fachrichtungen – also z. B. der Onkologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten, die gemeinsam für jeden Patienten die Therapieentscheidung treffen. Doch auch über die Krebstherapie hinaus bieten zertifizierte Krebszentren eine umfassende Betreuung des Patienten: Neben der Kooperation mit niedergelassenen Ärzten sind ein Qualitätssicherungssystem, eine psychologische Betreuung sowie der Anschluss an Selbsthilfegruppen und den Sozialdienst gewährleistet.
In onkologischen Spitzenzentren werden nach dem Vorbild der Comprehensive Cancer Centers in den USA nicht nur Patienten versorgt, sondern auch Forschung und Lehre betrieben. Eine Charta und Selbstverpflichtung „Gute Praxis bei der Durchführung von Zertifizierungen in der Medizin“ hat kürzlich die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e. V. (DGHO) vorgestellt. Die von der DGHO vorgelegte Charta enthält eine Reihe sehr konkreter Festlegungen. So soll die Zertifizierung nur von Zertifizierungsunternehmen getragen werden, die von der jeweiligen Fachgesellschaft unabhängig und von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) anerkannt sind. Weitere Festlegungen in der Charta betreffen die Benennung der Fachexperten und Empfehlungen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Zertifizierungen.
Quelle: Patient und Haut 2/2011
17.12.11