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Krebsstammzellen – die „Wurzel allen Übels“ bekämpfen

24.01.10.

Oft ist eine kleine Anzahl bösartiger Tumorstammzellen für den Nachschub an Krebszellen verantwortlich. Die Tumorstammzellen sind gegenüber Chemo- und Strahlentherapie unempfindlich und stehen im Verdacht, für Metastasen und für das Wiederauftreten von Tumoren nach scheinbar erfolgreicher Therapie verantwortlich zu sein. Die Stammzelltheorie erklärt auch, warum Krebstherapien so häufig versagen: Tumorstammzellen verfügen über Tricks, die sie widerstandsfähig gegen Strahlen- und Chemotherapie machen. Sie entziehen sich der Behandlung durch eine Art von „Tiefschlaf“.

Chemotherapien wirken hauptsächlich auf sich teilende Zellen, sodass die gefährlichen Stammzellen der Medikamentenattacke entkommen. Der Immunbotenstoff Interferon-alpha aktiviert die Schläfer und sensibilisiert sie dadurch für die medikamentöse Therapie. In einer klinischen Studie untersuchen Forscher, ob Interferon-alpha auch Krebsstammzellen von Leukämiepatienten aufweckt. Dann könnte eine Chemotherapie auch die Keimzellen der Erkrankung wirksam bekämpfen und zu einer dauerhaften Heilung führen.

Quelle: Universität Heidelberg

Aus Befund Krebs 5/2009

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