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Kann ich mein Kind trotz Allergie impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt Eltern, die von ihr empfohlenen Impfungen bei ihren Kindern vornehmen zu lassen. Denn mit diesen Impfungen, von denen viele bereits im Säuglingsalter durchgeführt werden, schützen Eltern ihre Kinder vor gefährlichen, u. U. tödlichen Infektionskrankheiten. In den meisten Fällen können die Impfungen auch dann durchgeführt werden, wenn eine Allergie vorliegt.

Viele Eltern haben Angst davor, dass eine Impfung schwere Nebenwirkungen nach sich ziehen oder gar eine Allergie auslösen könnte. Das RKI bejaht, dass Impfungen – wie die meisten Medizinprodukte – Nebenwirkungen haben können, doch in den meisten Fällen handelt es sich dabei um Hautrötungen und Schwellungen an der Einstichstelle der Injektionsnadel oder um Fieber. Ob jedoch auch schwerere gesundheitliche Beschwerden, von denen nach Impfungen manchmal berichtet wird, ursächlich auf die Impfung zurückzuführen sind, ist längst nicht immer sicher, so das RKI. Das Paul-Ehrlich-Institut hat die gemeldeten Fälle von gesundheitlichen Problemen nach einer Impfung analysiert und kam zu folgendem Ergebnis: Nur in fünf Fällen konnte nicht ausgeschlossen werden, dass bleibende gesundheitliche Probleme auf eine vorhergehende Impfung zurückzuführen waren. Auch dass Allergien durch eine Impfung hervorgerufen werden, hält das RKI für ausgesprochen unwahrscheinlich.

Impfungen bei einer Allergie gegen Hühnereiweiß

Selbst bei einer Allergie gegen Hühnereiweiß ist das Impfen dem RKI zufolge i. d. R. unbedenklich. Denn nur bei der Herstellung von wenigen Impfstoffen kommen Hühnereier zum Einsatz, z. B. bei dem Impfstoff gegen Grippe (Influenza). Diese Impfstoffe sollten bei bekannter Hühnereiweißallergie nicht verwendet werden. Andere Impfstoffe wie der Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln nutzen zur Herstellung zwar ebenfalls Zellen von Hühnereiern, doch selbst bei einer Hühnereiweißallergie kann meistens unproblematisch geimpft werden. Das besagen sogar die Leitlinien zu diesen Impfungen. Besteht allerdings die Gefahr, dass ein Kind sehr stark auf Spuren von Hühnereiweiß reagiert, sollte die Impfung nur unter ärztlicher Aufsicht oder am besten gleich im Krankenhaus durchgeführt werden, damit für den Fall der Fälle sofort reagiert werden kann. In jedem Fall sollten Eltern den Arzt vor jeder Impfung jedoch darauf hinweisen, dass bei ihrem Kind eine Hühnereiweißallergie vorliegt. Denn dann können Eltern und Arzt gemeinsam entscheiden, was zu tun ist. So muss beispielsweise bei einer Impfung gegen Grippe ein anderer als der herkömmliche Impfstoff gewählt werden.

Manchmal kann es passieren, dass ein Kind auf einen im Impfstoff enthaltenen Hilfsstoff allergisch reagiert. Meistens erfolgt die allergische Reaktion jedoch erst als Reaktion auf eine Wiederholungsimpfung, weil der Körper des Kindes zunächst sensibilisiert werden muss. Ist eine solche Allergie bekannt, müssen Eltern den Arzt darüber informieren. Eventuell kommt die Impfung mit einem anderen Impfstoff infrage, der den Allergie auslösenden Zusatz- oder Hilfsstoff nicht enthält. Ist das nicht möglich, kann u. U. nicht geimpft werden.

Quelle: Allergikus 3/2014

06.02.15

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