Schwangere Frauen sollten große Mengen Lakritze meiden
18.10.09.

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Hirnentwicklung des Fetus kann sonst gestört werden
Schwangere Frauen sollten vom Verzehr großer Mengen Lakritze absehen. Denn dies kann einer Studie zufolge die spätere Intelligenz des Kindes beeinträchtigen und Verhaltensprobleme begünstigen. Offenbar bewirkt das Lebensmittel, dass Stresshormone der Mutter durch die Plazenta den Fetus erreichen und dessen Hirnentwicklung stören.
Lakritze hat zahlreiche positive und negative Auswirkungen auf den Organismus. Die Substanz soll etwa bei Atemwegsbeschwerden und Magenproblemen helfen, kann aber auch den Blutdruck steigern. Nun untersuchten Forscher der Universität Helsinki den Einfluss des Süßholzproduktes auf das ungeborene Leben in Finnland, wo die Süßigkeit besonders beliebt ist. Aßen Mütter während der Schwangerschaft pro Woche mehr als 100 Gramm Lakritze, so hatte der Nachwuchs im Alter von acht Jahren sowohl eine geringere Intelligenz als auch häufiger Symptome der Aufmerksamkeitdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
Die Forscher erklären dies im «American Journal of Epidemiology» damit, dass der Inhaltsstoff Glycyrrhizin die Plazenta durchlässiger für Stresshormone macht. Diese beeinträchtigen die Hirnentwicklung des Fetus und begünstigen Studien zufolge spätere Verhaltensprobleme. «Werdende Mütter sollen den Verzehr großer Mengen Lakritze vermeiden», empfiehlt die Psychologin Katri Räikkönen.
Quelle: The Associated Press
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