Leberzirrhose
04.02.09.
Leberzirrhose (Schrumpfleber)
Eine Leberzirrhose ist das Endstadium chronischer Lebererkrankungen. Im Verlauf der Leberzirrhose wird das Lebergewebe nach und nach zerstört und durch Bindegewebe ersetzt. Durch diese Umbauprozesse verhärtet sich die Leber und das Gewebe vernarbt. Durch die fortschreitende Zerstörung des gesunden Lebergewebes kann das Organ wichtige Funktionen nicht mehr in vollem Umfang wahrnehmen. Die Erkrankung gilt bisher als irreversibel, d. h. nicht umkehrbar.
Das Wort Zirrhose stammt vom griechischen kírrosis (dt. gelb-orange) ab und bezieht sich auf die von den krankhaften Prozessen verursachte Verfärbung der Leber. Geprägt wurde der Begriff Leberzirrhose von dem französischen Mediziner René Théophile Hyacinthe Laënnec (1781–1826). Bekannt ist Laënnec v. a. als Erfinder des Stethoskops.
Leberzirrhose: Risikofaktor für Leberkrebs
Eine Leberzirrhose gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom, HCC). Die Deutsche Krebsgesellschaft schätzt, dass rund 80 % der Leberkrebspatienten zum Zeitpunkt der Diagnose an einer Leberzirrhose leiden. Regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen können daher besonders Patienten mit Leberzirrhose empfohlen werden.
ah