Aerosol
Feiner Nebel mit kleinsten Wirkstoffteilchen, die im Nebel schweben; Aerosole können für die Verabreichung von inhalierbaren Medikamenten verwendet werden.
Allergen
Bezeichnung für ein Antigen, das eine allergische Reaktion und die Bildung von Immunglobulin E (spezieller Antikörper) auslöst. Dabei handelt es sich meistens um Eiweiße in Pflanzenpollen, Tierhaaren, -schuppen oder -exkrementen und Nahrungsmitteln
Allergenkarenz
Vermeidung des Kontakts mit Allergenen mit dem Ziel, allergische Reaktionen zu vermeiden
Adenokarzinom
Tumor, der aus Drüsengewebe hervorgeht, wie z. B. das Mammakarzinom
adjuvant
die Wirkung zusätzlich unterstützend
Antihormontherapie/endokrine Therapie
hemmt körpereigene Hormonproduktion, um das Wachstum rezeptorpositiver Tumore zu unterdrücken
Anus praeter (naturalis)
künstlicher Darmausgang
Astrozytom
vom Nervenstützgewebe (Neuroglia) ausgehender Hirntumor, meist im Großhirn lokalisiert
Aceton
Molekül, das durch Fettabbau entsteht und zur Übersäuerung des Blutes führt
Adrenalin
Hormon der Nebenniere, das bei Stress ausgeschüttet wird und den Blutzuckerspiegel erhöht; Gegenspieler des Insulins
Angiopathie, diabetische
durch schlechte Blutzuckereinstellung verursachte Blutgefäßerkrankung, die oft zu diabetischer Gangrän oder Arteriosklerose (Arterienverkalkung) führt
Autoimmunerkrankung
das Immunsystem erkennt körpereigene Substanzen nicht. Beim Typ 1-Diabetes werden dadurch die Inselzellen zerstört, sodass kein Insulin mehr produziert werden kann
Alveolen
Lungenbläschen. Die Alveolen sitzen am Ende der feinsten Bronchiolen und sehen wie winzige Trauben elastischer Schaumbläschen aus. In den Alveolen findet der Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid statt.
Allergenexposition
Kontakt mit Stoffen, die eine Allergie auslösen können
Allergie
überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Umweltstoffe
Anaphylaktischer Schock
schwerste Form einer allergischen Reaktion, bei der der gesamte Organismus betroffen ist
Antigen
Substanz oder Fremdkörper, die bzw. der vom Organismus als fremd erkannt wird und dadurch eine spezifische Immunantwort auslöst
Antihistaminika
lindern die akuten Symptome einer allergischen Reaktion sehr schnell und haben einen positiven Einfluss auf das gesamte allergische Geschehen. Die Wirkung beruht auf der Hemmung des Histamins, des wichtigsten Verursachers von Juckreiz. Außerdem hemmen Ant
Antikörper
von Immunzellen gebildete Eiweiße, die an Anti- bzw. Allergene andocken und deren Eliminierung veranlassen
Asthma
anfallsweise, meist hochgradige Atemnot mit verschiedenen Ursachen
Atopie
Überempfindlichkeit von Haut und Schleimhäuten gegen Umweltstoffe
Adams-Stokes-Anfall
Bewusstseinsverlust, der durch eine verminderte Durchblutung des Gehirns aufgrund von einer Herzrhythmusstörung entsteht
Adipositas
Fettleibigkeit. Ein zu hohes Körpergewicht ist unter anderem ein großer Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Veneverschluss
Aggregationshemmer
Medikamente zur Hemmung der Zusammenballung von Blutplättchen und damit der Blutgerinnung.
AICD
Automatischer implantierbarer Cardioverter/Defibrillator: Spezielles Aggregat, das abnormal schnelle Herzrhythmen erkennt und behandelt. Es besteht meist aus einem implantierten Impulsgenerator und einer oder mehreren Elektroden. Das System wird mit Hilfe
akute Erkrankung
Das plötzliche Auftreten einer Krankheit, z.B. ein akuter Schlaganfall. Danach folgt entweder Genesung oder die Krankheit wird chronisch
akzidentelles Herzgeräusch
Harmloses Nebengeräusch am Herzen ohne krankhafte Bedeutung
Amaurosis fugax
Flüchtige Blindheit auf einem Auge, die durch eine Mangeldurchblutung des Astes der Halsschlagader verursacht wird, der den Sehnerv versorgt. Ein charakteristisches Symptom bei TIA
analgetisch
Gegen den Schmerz
Anamnese
Vorgeschichte der Krankheit. Der Arzt fragt zum Beispiel nach früheren Erkrankungen, Symptomen und Beschwerden
Anastomose
Angeborene oder chirurgisch geschaffene Verbindungen zwischen Gefäßen oder Kammern
Aneurisma
Krankhafte, örtliche Ausweitung eines Blutgefäßes. Sie wird durch den erhöhten Druck vor einer Gefäßverengung verursacht
Aneurysmektomie
Chirurgische Entfernung eines erweiterten Gefäßabschnittes (Aneurisma)
Angina pectoris
Bezeichnung für die Symptome einer akuten Durchblutungsstörung der Herzgefäße: Symptome sind meist Brustschmerzen und Engegefühl
Angiokardiographie
Darstellung des Herzens mit Röntgenkontrastmittel während einer Herzkatheteruntersuchung.
Anteroseptaler Infarkt
Bezeichnung für einen Herzinfarkt, bei dem der Blutfluss zur Region vor der Herzkammerwand abgeschnitten ist.
Antikoagulanzien
Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen
Antikoagulation
Behandlung mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen
Antioxidanzien
Substanzen, die schädliche Sauerstoffprodukte des Stoffwechsels abbauen. Beispiele sind Vitamin C und E
Aorta
Hauptschlagader des menschlichen Körpers. Sie führt das sauerstoffreiche Blut aus der linken Herzkammer in den Körper
Aortenklappe
Zwischen linker Herzkammer und Körperschlagader gelegene Herzklappe
Aorto-pulmonaler Shunt
Chirurgisch geschaffene, gefäßartige Verbindung von der Körperschlagader zur Lungenschlagader. Sie wird zur Verbesserung der Lungendurchblutung angelegt
apallisches Syndrom
Ein Koma, bei dem das Pallium (Großhirnrinde) vollständig ausgefallen ist, zum Beispiel durch Sauerstoffmangel bei einem Schlaganfall. Charakteristisch ist das Fehlen jeglicher Ansprechbarkeit. Hirnstammfunktionen (vegetative Funktionen) sind jedoch erhal
Aphasie
Eine Sprachstörung, das aufgrund der Schädigung des Gehirns bei einem Schlaganfall auftauchen kann. Dabei sieht der Patient ein Objekt oder eine Person zwar und nimmt sie als etwas Bekanntes wahr, findet aber das entsprechende Wort dafür nicht
Aphasiker
Ein Patient mit einer erworbenen Störung des Sprachvermögens (Aphasie)
Apnoe
Atemstillstand
Apoplex
Schlaganfall, Hirnschlag
Apraxie
Störung der Bewegungsplanung und / oder der Handlungsplanung
Arteria carotis
Kopfschlagader. Eine der zwei Hauptarterien, die das Gehirn versorgt. Sie teilt sich in drei Äste: vordere, mittlere und hintere Gehirnarterien, bekannt als Arteria meningea anterior, Arteria meningea media und Arteria meningea posterior
Arteria vertebralis
Wirbelarterie. Eine der zwei Hauptarterien, die das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgen
Arterie
Blutgefäß, durch das sauerstoffreiches Blut aus dem Herzen dem Gewebe zugeführt wird
Arteriosklerose
Gefäßverkalkung: Verengung der Gefäße durch Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden
Artherothrombose
Blutgerinnsel (Thrombus) in einer Arterie
Asystolie
Herzstillstand
Aszites
Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle
Ataxie
Störung der Bewegungsabläufe
Atherom
Synonym für eine artheriosklerotische Plaque. Ablagerung in der Gefäßwand
Atrium
Vorhof, Vorkammer
AV-(Atrioventrikular) Klappen
Klappen zwischen den Vorkammern und Kammern (Trikuspidalklappe und Mitralklappe)
AV-(Atrioventrikular)-Block
Blockade der Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammer. Das Herz kann nicht mehr richtig schlagen
Adenom (der Prostata)
gutartige Geschwulst der Vorsteherdrüse; gleichbedeutend mit Prostatahyperplasie
Adenomektomie
Entfernung eines Adenoms, zum Beispiel des Prostataadenoms
Adnexe
die inneren Genitalorgane, beim Mann die Prostata und die Samenblase
Adnexitis
Entzündung der Samenwege und der Prostata
Anästhesie
Schmerzbetäubung für die Operation. Bei Prostataoperationen wird meist eine Lumbal- oder Periduralanästhesie durchgeführt. Darunter versteht man, dass die Schmerzunempfindlichkeit der unteren Körperhälfte durch Einspritzen eines Betäubungsmittels in oder
Antibiotika
Mittel aus Stoffwechselprodukten von Mikroorganismen (Pilzen, Bakterien), die andere Mikroorganismen hemmen oder abtöten, zum Beispiel Penicillin
Ausscheidungsurogramm
durch Einspritzen eines schattenerzeugenden Mittels (jodiertes Kontrastmittel) in die Blutbahn ist eine Kontrastmitteldarstellung der Harnwege möglich
akuter Harnverhalt oder Harnsperre
Situation, bei der es dem Patienten nicht mehr möglich ist, Wasser zu lassen. Meist plötzlicher Verschluss der Blase. Sehr schmerzhafter Zustand, der durch das Legen eines Blasenkatheters (für kurze Zeit) oder Zystostomie behoben werden muss.
Adenokarzinom
Tumor, der aus Drüsengewebe hervorgeht. Hierzu gehört auch das Mammakarzinom
adjuvante Therapie
Therapie, die unterstützend zur Operation durchgeführt wird, zum Beispiel die Chemotherapie nach brusterhaltender Operation
Alkylanzien
Medikamente, die zur Brustkrebsbehandlung eingesetzt werden (zum Beispiel Cyclophosphamid). Sie wirken hemmend auf die Zellteilung
Alopezie
Haarausfall. Oftmals Begleiterscheinung der Chemotherapie
Anthrazykline
Medikamentenklasse, die zur Brustkrebsbehandlung eingesetzt wird
Aromatasehemmer
Substanzen, die das Enzym Aromatase blockieren, das für die Bildung von Östrogenen aus Androgenen in Muskeln und Fettgewebe verantwortlich ist.
Axilla, axillär
Zur Achsel gehörend
Ablatio mammae
Operative Entfernung der Brust.
Adenomatös
Drüsenförmiges Wachstum; ein Adenom ist ein gutartiger Tumor, der von den Drüsen ausgeht.
Adjuvante Therapie
Jede unterstützende Therapieform. Wenn nach der vorhergegangenen Therapie (Operation, Strahlentherapie) kein Tumor mehr nachweisbar ist, aber das Vorhandensein einzelner Tumorzellen nicht ausgeschlossen werden kann, wird adjuvant therapiert, zum Beispiel
Alphafetoprotein (AFP)
Eiweißgruppe, die im Gewebe von Embryos vorkommt, bei Erwachsenen normalerweise nicht. Das Wiederauftreten von AFP kann das Anzeichen einer Krebserkrankung sein, zum Beispiel von Hodenkrebs.
Angiosarkom
Seltener gefährlicher Tumor der in den Blutgefäßen entsteht.
Antigen-Antikörper-Kornplex
Ein Molekül, das aus der Verbindung von Antigenen mit Antikörpern entsteht.
Antigenität
Fähigkeit einer Substanz als Antigen zu wirken.
Antikarzinogen
Krebshemmende Substanz, mit der die Wirkung eines Karzinogens unterdrückt oder aufgehoben wird.
Antimetabolit
Chemische Verbindung, deren Struktur einer anderen, natürlichen Substanz sehr ähnlich ist, nämlich den Metaboliten, die den Stoffwechsel beeinflussen. Antimetaboliten sehen so aus als seien sie normale Metaboliten. Sie dringen in den Stoffwechsel ein und
Antiöstrogene
Hemmstoffe des körpereigenen Hormons Östrogen. Sie binden sich anstelle des Östrogens an dessen Hormonrezeptoren und spielen eine wichtige Rolle bei der Therapie von Brustkrebs.
Antiserurn/Immunserum
Serum, das Antikörper gegen Krartkheitserreger enthält.
Attenuierte Viren
Abgeschwächte Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) oder Bestandteile davon, die gezüchtet oder biochemisch hergestellt werden. Sie werden Patienten und Patientinnen gespritzt, weil sie die Bildung von Antikörpern veranlassen und so den Körper vor den
Autoimmun-/Autoaggressionskrankheiten
Krankheiten des menschlichen Immunsystems, bei denen lmmunzellen das eigene Körpergewebe schädigen.
Autotransplantation
Gewebe - zum Beispiel Haut - eines Patienten oder einer Patientin wird von einer Stelle des Körpers zu einer anderen transplantiert.
Anticholinergika
Atemwegserweiternd, lösen die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, vermindern zusätzlich die Schleimbildung.
Absencen
Kurzzeitige "Abwesenheit" während eines Anfalls mit erstarrten Bewegungen.
Atonischer Anfall
Anfall, bei der keine Muskelanspannung eintritt und der Betroffenen "zusammenbricht"
Aura
Ein "unbestimmtes Vorgefühl" als Vorbote oder einziges Symptom eines Anfalls. Dies kann z. B. ein "Flaues" Gefühl der Magengegen oder ein Kribblen oder als Nadelstiche empfundenes Gefühl sein
Adiadochokinese
Verlust der Feinmotorik (Beweglichkeit z. B. der Finger)
Ageusie
Verlust des Geschmacksvermögens
Agnosie
Verlust des Interpretationsvermögens von Sinneswahrnehmungen. Wahrnehmungen wie Ertasten, Hören, Entfernungseinschätzung können nicht verarbeitet werden obwohl die Sinnesorgane funktionieren. Menschen und Gegenstände werden nicht wiedererkannt.
Akinese
Antriebslosigkeit, Bewegungsunlust, Bewegungsarmut
Alexie
Schrift kann nicht entschlüsselt werden.
Amnesie
Erinnerungsverlust für einen bestimmten Zeitraum. Dieser kann kurz (Stunden) oder lang (Tage oder Monate) sein.
Ankylose
Versteifung der Gelenke
Aspirationspneumonie
Eine häufig bei Schlucklähmung auftretende Lungenentzündung die durch Aspiration (Einatmen von Nahrungsmitteln oder Erbrochenem) auftritt.
