- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Atemwegserkrankungen - COPD - Therapie - Lippenbremse: Einfache Technik gegen Atemnot

Lippenbremse: Einfache Technik gegen Atemnot

Asthmatiker oder COPD-Patienten können Atemnot im Alltag oft mit einer einfachen Atemtechnik, der sog. dosierten Lippenbremse, lindern. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hin. „Setzen Sie die Lippenbremse auf jeden Fall immer dann ein, wenn Sie etwas machen, das Sie außer Atem bringt“, so der Experte für pneumologische Rehabilitation, Dr. Konrad Schulz.

Entscheidend sei es, die Methode präventiv zu verwenden, also bevor die Kurzatmigkeit eingetreten sei. Insbesondere bei COPD würden die durch die Erkrankung instabil gewordenen Bronchien dazu neigen, beim Ausatmen zusammenzuklappen, was die Atmung stark erschwere, erklärt Schulz. Zweck der dosierten Lippenbremse sei es, dieses Kollabieren zu verhindern, indem die Luft beim Ausatmen mit den Lippen etwas abgebremst und so ein leichter Widerstand aufgebaut werde.

Um die dosierte Lippenbremse durchzuführen, legt man beim Ausatmen durch den Mund die Lippen locker aufeinander, sodass ein leises Strömungsgeräusch entsteht. Dabei sollte man die Lippen nicht zusammenpressen und darauf achten, dass man möglichst langsam ausatmet, um die Dauer des Ausatmens bewusst zu verlängern. „Das verringert die Atemnot oft spürbar – Sie werden ruhiger und weniger verkrampft atmen“, so Schulz.

Patienten sollten die Lippenbremse am besten nicht nur bei Atemnot, sondern möglichst regelmäßig benutzen. Denn wer diese Technik konsequent übe, könne sie bei jeder Form von Belastung sicher und automatisch anwenden.

Quelle: Allergikus 2/2011

15.08.11

Newsletter An-/Abmeldung

Code: DKDX